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Zusammenlegung des Vertriebs, Werkschließungen, Jobabbau: Zumtobel-Restrukturierung kostet 54,6 Millionen

02.04.2014

600 Stellen muss Zumtobel weltweit im Rahmen der Restrukturierung streichen. Für den Umbau wird der Vorarlberger Leuchtenkonzern insgesamt bis zu 54,5 Millionen Euro investieren. Danach soll der Umsatz stetig nach oben kraxeln. Unter anderem wird der Vertrieb der Marken Thorn und Zumtobel zusammengelegt.

In den ersten drei Quartalen 2013/14 gab Zumtobel im Rahmen der Restrukturierung 14,5 Millionen Euro aus, vor allem wegen der Schließung des Werks in Fürstenfeld und des Vorstandswechsels. Für 2014/15 rechnet man mit weiteren 15 bis 20 Millionen Euro - das sind in Summe also bis zu 54,5 Millionen Euro. Rund acht Prozent der konzernweiten 7.194 Mitarbeiter sollen heuer und nächstes Jahr abgebaut werden, im Vertrieb sollen 150 und der Produktion bis zu 450 Stellen wegfallen. Die rund 2.400 Mitarbeiter in Österreich seien aber "kaum betroffen", betonte Sprecherin Astrid Kühn-Ulrich gegenüber der APA.

 

Gemeinsamer Vertrieb für Thorn und Zumtobel

 

Der Vertrieb der Marken Thorn und Zumtobel wird zusammengelegt, die Strukturen verschlankt. Ziel sei es, bis 2016/17 die Vertriebs-und Verwaltungskosten von derzeit 29 Prozent vom Umsatz um zwei bis drei Prozentpunkte zu reduzieren. Ähnliches gilt für die derzeit getrennten Thorn- und Zumtobel-Werke: Mit dem künftigen globalen Fertigungsverbund sollen die Produktionskosten bis 2016/17 von derzeit 61,5 Prozent vom Umsatz um drei bis vier Prozentpunkte gesenkt werden.

 

Vier bis sechs Werke sollen verkauft, verkleinert oder geschlossen werden. Das soll die restlichen zwölf bis 14 Werke besser auslasten, vor allem jene in China. Dorthin will der Vorarlberger Leuchtenkonzern seine Produktion verlagern. Ein Ausbau der chinesischen Werke sei aber nicht geplant, so Kühn-Ulrich.

 

Geplanter Umsatzwachstum

 

Mit der Restrukturierung will Zumtobel in den nächsten Jahren wieder deutlich profitabler werden. "Damit werden wir die Synergieeffekte aus dem Mehrmarkenansatz heben, die seit mehr als einer Dekade im Unternehmen schlummern", erklärt der neue Konzernchef Ulrich Schumacher. Der ehemalige Infineon-Manager, der als harter Sanierer gilt, steht seit Oktober an der Spitze des Vorarlberger Konzerns.

2014/15 soll die Gewinnspanne (Ebit-Marge) von aktuell vier auf fünf bis sechs Prozent steigen, bis 2016/17 peilt das Management acht bis zehn Prozent. Der Umsatz soll bis dahin jährlich um drei bis fünf Prozent steigen - auf 1,38 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2016/17. Schumacher will Zumtobel verstärkt nach Asien und dem Mittleren Osten ausrichten.

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