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Zumtobel-Jobabbau fast "durch": Fokus jetzt voll auf LED

03.09.2014

Beim börsennotierten Leuchtenhersteller Zumtobel brummt das Geschäft mit LED. Die Abgabe anderer Geschäftsfelder konnte damit beim Umsatz im ersten Quartal 2014/15 (bis 31. Juli) mehr als wettgemacht werden. Der Gewinn fiel aber wegen gestiegenen Kosten des Transformationsprozesses. Der Personalabbau ist nach Angaben von Konzernchef Ulrich Schumacher fast zur Gänze unter Dach und Fach. Auch bei der Standort-Reduktion ist bis auf wenige Werke der Weg klar.

Die Zumtobel Group setzt ganz auf LED, der Umsatz daraus stieg um 56 Prozent auf 139,3 Mio. Euro. Damit wurden Rückgänge in anderen Bereichen mehr als wettgemacht, der Gesamtumsatz legte um 4,6 Prozent auf 323,5 Mio. Euro (309,3 Mio. Euro) zu. Der LED-Anteil am Gesamtumsatz stieg im Jahresabstand von 28,9 Prozent auf 43,1 Prozent. 

Die Kosten des Konzernumbaus sind im ersten Quartal mit 10 Mio. Euro in der Bilanz, nach Sonderkosten von 6,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das führte dazu, dass der operative Gewinn (EBIT) um 16,3 Prozent auf 9,1 Mio. Euro fiel, nach 10,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Unterm Strich fiel der Gewinn um 14,7 Prozent auf 5,7 Mio. Euro, heißt es im Quartalsbericht. Ohne diese Sondereffekte hätte es ein Plus von 7,5 Prozent (auf 19,1 Mio. Euro) gegeben. 

Die Sondereffekte betreffen im Wesentlichen Kosten für die Schließung der Fertigung in Landskrona (Schweden) und in Ennenda (Schweiz) sowie die Restrukturierung der Vertriebsorganisationen des Lighting Segments. In Landskrona soll das Werk bis Jahresende geschlossen werden, 155 Mitarbeiter sind betroffen. In Ennenda wird die Produktion bis Februar 2015 beendet, für die 115 Mitarbeiter gibt es einen Sozialplan.

Andere Werke sollen profitieren 

Von der Veräußerung von drei bis fünf operativen Standorten von insgesamt 18 profitieren laut Konzernchef Ulrich Schumacher bestehende Werke - etwa in China - aber auch die führende Location Dornbirn in Vorarlberg. Von den 1.888 Personen in Vorarlberg sind 1.004 in der Produktion bzw. produktionsnahen Funktionen beschäftigt, u.a. im Leuchtenwerk, wo durch Investments in den "brummenden" LED-Sektor 91 Jobs dazugekommen sind. Im Gesamtkonzern sank die Mitarbeiterzahl im Erstquartal 2014/15 (Mai bis Juli) von 7.291 auf 7.206.

Mit der für den Konzernumbau, also die Werks-Bereinigungen, gedachten Summe von 54,5 Mio. Euro dürfte Zumtobel aus jetziger Sicht das Auslangen finden, schätzt Schumacher: "Alles, was wir an Maßnahmen verkündet haben, ist mit Rückstellungen unterlegt. Das, was jetzt läuft, ist damit abgedeckt." Die letzten rund 20 Mio. Euro dafür sollen in der laufenden Periode 2014/15 anfallen. Die ersten knapp 15 Mio. Euro wurden bereits in den ersten drei Geschäftsquartalen 2013/14, vor allem für die Schließung des Werks im oststeirischen Fürstenfeld und den Vorstandswechsel, ausgegeben.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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