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Wo, welche und wie viel: die Kamerabranche im internationalen Vergleich

14.12.2011

Einen Foto-Boom gibt’s in Osteuropa, in Japan gehen die Zahlen zurück. Technische Innovationen sind mit die wichtigsten Gründe dafür, warum Verbraucher gerne zu den neuesten Digitalkameras greifen, selbst wenn sie schon ein älteres Modell besitzen. Das sagte Marion Knoche, Global Director Imaging bei GfK Retail and Technology kürzlich auf dem GfK Imaging Summit 2011 in Nürnberg. Wachstumstreiber sind weltweit die Systemkameras.

Wenn bereits viele Haushalte über Digital- und Videokameras verfügen, kann das die Nachfrage negativ beeinflussen, muss es aber nicht, sagt Knoche. Beispielsweise sind ähnlich viele Haushalte in der Schweiz und in Schweden mit Kameras mit Wechselobjektiven ausgestattet, trotzdem entwickelten sich die verkauften Stückzahlen überaus unterschiedlich. Während in der Schweiz zwischen Jänner und September insgesamt 14 Prozent mehr Kameras im Vergleich zum Vorjahr über den Ladentisch gingen, sank die Zahl in Schweden hingegen um sechs Prozent.

Neben der Gesamtzahl wie viele Menschen über Fotoprodukte verfügen, sind daher sicherlich neue technische Features entscheidend für das Marktwachstum, glaubt Knoche. Besonders technikverliebt zeigen sich im internationalen Vergleich Japaner und Inder. In diesen beiden Ländern war bei den Verkäufen der Anteil der Produkte, die in diesem Jahr auf den Markt kamen, am höchsten. In Japan waren es nahezu die Hälfte aller verkauften Geräte, hingegen in Brasilien oder Südafrika lediglich 30 Prozent.

 

Rückgang in Japan, Boom in Osteuropa

 

Trotzdem ging in Japan der Fotomarkt in den ersten neun Monaten des Jahres mit einem Minus von 17 Prozent weltweit am stärksten zurück. Dies ist wohl zu einem großen Teil auf die Natur- und Atomkatastrophe im März sowie deren wirtschaftlichen Folgen und auch die hohe Haushaltsausstattung zurückzuführen. Einen Foto-Boom gibt’s hingegen in Russland, der Ukraine und Kasachstan, wo um mehr als ein Drittel mehr in Fotoprodukte investiert wurde als im Vergleich zum Vorjahr. Im gesamten Europa wuchs der Umsatz um gerademal vier Prozent, in Lateinamerika um 16 Prozent und in Indien um immerhin sieben Prozent.

 

Systemkameras sind Trend

 

Die weltweiten Wachstumstreiber bei den Digitalkameras sind, wenig überraschend, Systemkameras. Dieser Teilmarkt wächst derzeit stark, führt aber bisher nicht zu einem Rückgang bei Spiegelreflexkameras (SLR). Zusammen wurden weltweit von den beiden Gerätetypen insgesamt 17 Prozent mehr in den ersten neun Monaten verkauft. Infolgedessen entwickelte sich das Zubehörgeschäft mit Wechselobjektiven, Taschen und Stativen ebenfalls positiv.

Smartphones und der Kameramarkt

Einen immer größeren Einfluss auf den Kameramarkt haben die gut ausgerüsteten Smartphones. Auch das war ein großes Thema beim GfK Imaging Summit 2011. Im aktuellen Elektrojournal 12/2011 gingen wir der Fragen nach, ob Smartphones den Markt bereichern oder ob sie im Wettbewerb stehen.  

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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