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Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „Eine stabile Entwicklung zeichnete den österreichischen Einzelhandel auch im abgelaufenen Jahr 2016 aus.“

WKÖ: Einzelhandel wächst 2016 um 700 Mio. Euro

01.02.2017

Die WKÖ-Einzelhandels-Jahresbilanz 2016 zeigt ein nominelles Umsatzplus von einem Prozent (online und stationär gemeinsam). 1.600 zusätzliche Jobs wurden geschaffen, damit beschäftigt der Einzelhandel mehr Menschen denn je.

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) veröffentlichte nun die Einzelhandels-Jahresbilanz 2016 – Peter Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ, ortetet eine „stabile Entwicklung“.

Laut Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria, durchgeführt im Auftrag der Bundesparte, betrug das nominelle Umsatzplus 0,9 Prozent. „Das ist ein annehmbares Ergebnis“, so der Branchensprecher.

Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel der WKÖ, wiederum erklärt, dass sich der österreichische Internet-Einzelhandel auch 2016 „deutlich dynamischer als der stationäre Einzelhandel entwickelt hat“.

Die Wachstumsdynamik der vergangenen Jahre flacht 2016 jedoch auch hier ab: Nach einem nominellen Umsatzplus von 7 % im Jahr 2015 kann 2016 ein Online-Wachstum von 4 % erzielt werden. In Summe ist im Gesamtjahr 2016 der Brutto-Jahresumsatz im österreichischen Internet-Einzelhandel um rund 100 Millionen Euro auf etwa 3,4 Milliarden Euro gestiegen und erreicht damit knapp 5 % des Einzelhandelsvolumens in Österreich.

Thalbauer weiter: „Die Dynamik im Internet-Einzelhandel verstärkt auch 2016 das konjunkturelle Wachstum im gesamten Einzelhandel, also stationär und online: Rechnet man zur nominellen Umsatzsteigerung von 0,9 Prozent im stationären Einzelhandel 2016 den Anstieg im Internet-Einzelhandel von 4 % hinzu, liegt das nominelle Umsatzplus gesamt bei +1 %. In absoluten Zahlen bedeutet das ein Umsatzwachstum im gesamten Einzelhandel von rund 700 Millionen Euro.“

Dazu beigetragen hat auch eine stabile Entwicklung im Weihnachtsgeschäft: „Wie in den Jahren 2014 und 2015 stiegen auch 2016 die Weihnachtsumsätze im heimischen Einzelhandel um 0,5 %. Zurückzuführen ist das leichte Umsatzwachstum wie in den vergangenen Jahren aufsteigende Online-Verkäufe“, so Thalbauer.

In Summe sind die Weihnachtsumsätze im heimischen Einzelhandel (stationär und online) auf rund 1,63 Mrd. Euro gewachsen, das ist ein Plus von rund 5 Mio. Euro gegenüber 2015. „Erfreulich ist, dass sich die Preissteigerungen im Handel absolut im Rahmen gehalten haben“, so Buchmüller: „Die Verkaufspreise im Einzelhandel sind 2016 im Durchschnitt nur um 0,3 % gestiegen. Dies bedeutet eine weitere Abschwächung gegenüber den Vorjahren und stellt die niedrigste Erhöhung der vergangenen Jahre dar. Die Inflationsrate fällt mit 0,9 % weiterhin höher aus.“

Buchmüller hebt weiters hervor: „Die Zahlen zeigen auch, dass der Absatz von Waren im heimischen Einzelhandel gestiegen ist.“ Real – unter Berücksichtigung der Preisentwicklung im Einzelhandel – führt die nominelle Umsatzentwicklung von +1 % zu einer Steigerung des Absatzvolums (stationär und online) von +0,7 %.

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten im gesamten Einzelhandel ist 2016 mit +0,5 % ähnlich hoch angestiegen wie 2015 (+0,4 %). In absoluten Zahlen bedeutet der Anstieg 2016 ein Plus von 1.600 Mitarbeitern im Einzelhandel. „Damit bietet der Einzelhandel im Jahresschnitt 329.100 unselbstständig Beschäftigen einen Arbeitsplatz“, zeigt sich Buchmüller „mehr als erfreut“. Knapp die Hälfte davon arbeitet Teilzeit.

Mit 78 % erwartet der Großteil der Einzelhändler in Österreich laut KMU Forschung Austria für die nächsten Monate eine stabile Geschäftsentwicklung. 9 % rechnen mit einer Verbesserung der Geschäftslage, während 13 % eine Verschlechterung befürchten.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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