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Weniger Umsatz, mehr Gewinn: BSH zieht - unterm Strich - eine positive Bilanz

20.05.2010

Aus europäischer Sicht ist es vor allem der Kauflust deutscher Kunden, sowie den Ländern direkt um Deutschland herum (darunter freilich auch Österreich) zu verdanken, dass die BSH am „Heimatmarkt“ Europa trotz Krise recht erfolgreich reüssieren konnte. Die Märkte in Osteuropa und Amerika sind regelrecht eingebrochen, dafür boomt Asien – und hier vor allem China. 

Es war die gestiegene Nachfrage nach Energie sparenden Geräten, die dazu beigetragen hat, dass die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) ihren Gewinn 2009 steigern konnte. Zwar ging der Umsatz des Hausgeräteherstellers um vier Prozent auf 8,4 Mrd. Euro zurück (2008: 8,75 Mrd. Euro), der Überschuss stieg jedoch um gut sechs Prozent auf 324 Mio. Euro.

 

Viele Kunden würden ihre älteren Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler durch modernere Geräte ersetzen. Stromsparen sei „bei einem Großteil unserer Geräte das entscheidende Verkaufsargument", sagte BSH-Chef Kurt-Ludwig Gutberlet anlässlich der Bilanzpressekonferenz in München. Die so genannten supereffizienten Hausgeräte machen in Europa bereits 18 Prozent des Umsatzes aus. Die BSH rechnet damit, dass ihr Umsatzanteil in drei bis vier Jahren schon bei mehr als 50 Prozent liegen wird.

 

USA und Osteuropa brechen ein

 

Auf anderen Märkten hat die BSH dagegen hart zu kämpfen. In den USA brach der Umsatz um ganze elf Prozent ein. Luxuriöse Einbauküchen und hochwertige Geräte sind seit Beginn der Immobilienkrise nicht mehr sonderlich gefragt. Bezeichnend: In Brasilien konnte sich die BSH nicht gegen die übermächtige Billig-Konkurrenz durchsetzen und gab sein defizitäres Brasilien-Geschäft ab.

Ein ähnliches Bild zeigt auch ein Blick nach Osteuropa. Nach Jahren des – fast unbegrenzten - Wachstums musste man nun der Wirtschaftskrise Tribut zollen (-12 Prozent). Dynamischste Wachstumsregion ist übrigens Asien und dort vor allem China. Die BSH liegt am chinesischen Markt bereits auf Rang 2 und erwirtschaftet in Asien bereits zehn Prozent seines Umsatzes.

 

Gut angelaufen sei das neue Geschäftsjahr. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr wird ein Plus im mittleren einstelligen Bereich erwartet. Man könne allerdings noch nicht abschätzen, wie sich die Finanzkrisen einzelner Staaten (siehe Griechenland) auswirken würden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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