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Weihnachtsfrieden: Verhandler einigen sich auf Handels-KV

18.12.2018

Der Kollektivvertragsabschluss für über 400.000 Beschäftigte im Handel ist unter Dach und Fach. Fünf Verhandlungsrunden waren nötig, bevor man sich gestern kurz vor Mitternacht einigte. Es gibt eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent bzw. mindestens 48 Euro.

Untere Gehaltsstufen sollen um rund drei Prozent erhöht werden, die Lehrlingsentschädigungen sogar um acht Prozent. Im Schnitt über alle Gehaltsstufen ergibt das ein Plus von 2,83 Prozent. Der neue Handels-KV tritt am 1. Jänner 2019 in Kraft.

Zusätzlich habe man einen Rechtsanspruch auf die Viertagewoche und auf Altersteilzeit sowie auf eine von zehn auf 24 Monate erhöhte Anrechnung von Karenzzeiten auf dienstzeitenabhängige Ansprüche erreicht, hieß es von Seiten der Gewerkschaft gegenüber der APA. Ab kommendem Jahr könnten die Handelsangestellten außerdem am 24. Dezember eine Stunde früher Dienstschluss machen.

Lehrlinge bekommen mehr

Die Lehrlingsentschädigungen werden im kommenden Jahr 650 Euro (erstes Lehrjahr), 820 Euro (zweites Lehrjahr) bzw. 1.000 Euro im dritten und 1.150 Euro im vierten Lehrjahr ausmachen. 2020 sollen die Lehrlingsentschädigungen dann weiter auf 700 Euro, 900 Euro, 1.100 Euro und 1.200 Euro steigen. „Das attraktiviert den Berufseinstieg in den Handel weiter“, so Arbeitgeber-Chefverhandler Peter Buchmüller.

„Das ist ein KV-Abschluss, der sich sehen lassen kann. Allerdings sind die Arbeitgeber im Handel dabei ans Limit gegangen“, sagte der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Wir haben diesem Abschluss zugestimmt, weil er zum einen den unteren Gehaltsgruppen eine Gehaltserhöhung von 3,2 Prozent brachte und das rahmenrechtliche Paket zum Beispiel mit dem Recht auf die Viertagewoche wirklich herzeigbar ist“, so die Verhandlerin der GPA-djp, Anita Palkovich, per Aussendung.

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