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Was haben der Fuschlsee in Salzburg und der Möbelhandel in Österreich gemeinsam?

02.08.2012

2,7 Quadratkilometer an Wasser- beziehungsweise Verkaufsfläche: Aufgrund dieser Größe fällt das Flächenwachstum im Möbelhandel mit einem Plus von einem Prozent im vergangenen Jahr dementsprechend gering aus. Große Möbelhäuser expandieren kaum noch, daher sind kleine Konzepte und Optimierungen angesagt, meint Michael Oberweger, Leiter Consulting bei RegioPlan. Kleinflächige Küchenspezialisten hingegen exportieren ungebrochen.

Diese kommen mit Flächen von unter 700 Quadratmeter aus und verfügen über eine größere Standortauswahl. Der expansivste Marktteilnehmer in diesem Erhebungszeitraum (2010-2011) war die deutsch-schweizerische Kette Depot. Rund zwölf neue Standorte kamen in Österreich hinzu, nun sind es 36 an der Zahl. Europa Möbel kam im selben Zeitraum auf neun, Matratzen Concord auf sechs neue Standorte.

 
Online ergänzt Stationär

32 Prozent der filialisierten Möbelhändler verfügen einen Onlineshop, wo vorwiegend kleine Wohnaccessoires, aber auch Sofas, Regale oder Tische bestellt werden. Das Wachstum im Möbeleinzelhandel betrug im vergangenen Jahr 1,7 Prozent; rund 4,4 Milliarden Euro wurden umgesetzt. Verantwortlich für das Wachstum war hauptsächlich der kooperierte Möbeleinzelhandel: Dieser hat mit einem Plus von 4,4 Prozent weit über dem Branchenschnitt abgeschlossen. Der filialisierte Einzelhandel liegt mit 1,5 Prozent Umsatzsteigerung unter der Branchenmarke.

 
Neue Konzepte gefragt

"Das Flächenwachstum wurde bisher meistens von der Expansion der großen Möbelhäuser bestimmt", erklärt Oberweger. Diese expandieren jedoch kaum noch und versuchen ihre Umsätze auf bestehenden Flächen zu optimieren. "Denkbar ist, dass neue Konzepte auch von etablierten Möbelhäusern kommen werden, um mit weniger Fläche besser expandieren können."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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