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Noch immer lassen sich Autofahrer während der Fahrt vom Smartphone ablenken.

Während der Autofahrt: noch immer wird Smartphone benutzt

03.03.2017

Fast die Hälfte der Befragten einer Bitkom-Studie gab an, am Steuer mit dem Handy am Ohr zu telefonieren. Jeder Zweite liest Kurznachrichten, jeder Dritte tippt selbst SMS.

 

Viele Autofahrer lassen sich am Steuer während der Fahrt ablenken. So geben 4 von 10 Autofahrer (44 Prozent) in einer Bitkom-Befragung an, dass sie häufig oder manchmal mit dem Handy am Ohr telefonieren, während sie ihr Fahrzeug steuern.

Jeder Zweite (51 %) liest Kurznachrichten wie SMS oder WhatsApp, jeder Dritte (31 %) schreibt sogar selbst welche. Jeder Fünfte (19 %) liest E-Mails, 15 % tippen welche in ihr Gerät ein.

Und jeder Sechste (17 %) gibt an, während er am Steuer sitzt zumindest ab und an im Internet zu surfen, 8 % schauen sogar Videos.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 779 Autofahrern in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Dazu der Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder: „Nichts ist so wichtig, dass sich der Fahrer vom Verkehr ablenken lassen sollte. Selbst ein kurzer Blick aufs Smartphone-Display kann im entscheidenden Augenblick zu viel sein. Und wer in einer Gefahrensituation nicht beide Hände frei hat, weil er sein Handy festhält, handelt nicht nur gesetzwidrig, sondern auch unverantwortlich.“

Die Lösung liege auf der Hand: Künftig werden Smartphone und Auto noch weiter zusammenwachsen. Die Kommunikation wird über den Bordcomputer abgewickelt, der die jeweilige Fahrsituation berücksichtigen kann.

Beim Telefonieren ist eine solche Integration des Handys ins Auto bereits weit verbreitet. Zwei Drittel der Autofahrer (67 %) geben an, dass sie per Freisprecheinrichtung Anrufe führen. Kurznachrichten lässt sich dagegen nur rund jeder Vierte vom Smartphone oder Bordcomputer vorlesen (28 %) bzw. beantwortet sie per Sprachsteuerung (25 %).

Die Sprachausgabe für E-Mails nutzt jeder Fünfte (19 %), nur jeder Elfte (9 %) diktiert Mails während der Fahrt. Rohleder: „Jeder sollte sich einmal anschauen, was das eigene Smartphone heute schon auf Zuruf erledigen kann.“

Und wenn Smartphone und Auto sich noch besser verstehen, dann reicht es zum Beispiel künftig, auf dem Mobilgerät die Fahrt zu planen und das Auto weiß beim Einsteigen, wohin es gehen soll.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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