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Der Waldviertler Bezirk Waidhofen/Thaya ist in Österreich der Bezirk mit dem höchsten Anteil an Neuzulassungen im E-Pkw-Bereich.

VCÖ: Waidhofen/Thaya mit höchstem E-Auto-Anteil

17.01.2017

Im Bezirk Waidhofen/Thaya waren im Vorjahr bereits 5,2 Prozent der Neuwagen E-Pkw. Das ist österreichweit der höchste Anteil an E-Pkw, wie eine aktuelle Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigt.

Der Waldviertler Bezirk Waidhofen an der Thaya ist mit einem Anteil von 5,2 Prozent Österreichs Spitzenreiter bei den Neuzulassungen von E-Pkw, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt.

Deutlich höher als im Österreich-Schnitt ist der E-Pkw Anteil auch in Wien-Innere Stadt sowie in den Bezirken Bregenz und Kitzbühel. E-Pkw sind vor allem für ländliche Regionen sehr gut geeignet, auch in Form von E-Carsharing von Gemeinden, betont der VCÖ.

Auf Waidhofen/Thaya folgt an zweiter Stelle der 1. Bezirk in Wien mit 3,8 Prozent, vor den Bezirken Bregenz und Kitzbühel mit jeweils 2,9 Prozent. Mit Ausnahme des Burgenlands gibt es in jedem Bundesland zumindest einen Bezirk mit einem E-Pkw-Anteil von mehr als zwei Prozent. Den niedrigsten Anteil haben Wien-Meidling (0,1 Prozent) und Wien-Simmering (0,2 Prozent), in Leoben Stadt wurde kein E-Auto neuzugelassen.

In Österreich wurden im Vorjahr 3.826 batterieelektrische Pkw neu zugelassen, mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2015. Im Bundesländer-Vergleich hat Vorarlberg mit 2,3 Prozent die Nase vorne, den zweithöchsten Anteil weist das Land Salzburg mit 1,5 Prozent auf, vor der Steiermark mit 1,3 Prozent.

VCÖ-Experte Markus Gansterer: „Die Annahme, E-Pkw wären Stadt-Autos ist falsch. Im Gegenteil, E-Pkw sind für dünner besiedelte Regionen ideal.“ So kommt die Stadt Linz auf einen E-Pkw Anteil von nur 0,8 Prozent, im Mühlviertler Bezirk Rohrbach ist der Anteil mit 2,2 Prozent fast dreimal so hoch. In ländlichen Regionen ist der Anteil von Einfamilienhäusern hoch, die E-Pkw können einfach in der Garage aufgeladen werden.

Die Reichweite ist in der Regel kein Problem, auch in den Regionen sind neun von zehn Autofahrten kürzer als 50 Kilometer. Zudem bieten immer mehr Gemeinden ihrer Bevölkerung E-Carsharing an. In Niederösterreich gibt es in bereits rund 40 Gemeinden e-Carsharing, informiert der VCÖ, der gleichzeitig einen Ausbau der E-Ladeinfrastruktur in Österreich in den kommenden Jahren fordert.

Damit E-Autos einen Beitrag zur Verringerung der klimaschädlichen CO2-Emissionen leisten, ist es wichtig, dass der Strom aus erneuerbarer Energie gewonnen wird, so der VCÖ. Auch müsste der Energieverbrauch des Verkehrs reduziert werden. Durch die Stärkung der Ortskerne und der Nahversorgung können die Distanzen reduziert werden und der Bevölkerung ist es leichter möglich, Erledigungen im Alltag zu Fuß oder mit dem Rad zu machen.

Zudem ist das Angebot an öffentlichen Verkehrsverbindungen stark auszubauen. Gansterer: „Österreich hat gute Voraussetzungen, Europas Kompetenzzentrum für umweltfreundliche Mobilität zu werden und kann damit viele Arbeitsplätze schaffen und sichern.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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