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Trump will Zölle auf Solarpaneele.

USA: Zölle auf Solarpaneele

24.01.2018

Die Einfuhrzölle auf Solarpaneele und Waschmaschinen, die US-Präsident Trump erlassen will, haben auch für Europa weitreichende Folgen.

US-Präsident Trump hat angekündigt, hohe Einfuhrzölle auf Solarpaneele und Waschmaschinen zu erlassen. Nach dem „America-First“-Prinzip will man mit dieser Maßnahme vor allem gegen die billiger produzierende Konkurrenz aus China vorgehen. Auf Waschmaschinen sollen zukünftig Zölle zwischen 20 und 50 Prozent erhoben werden, in den kommenden Jahren sollen diese dann schrittweise reduziert werden. Auf Solarpaneele sollen Zölle von 30 Prozent erhoben werden, innerhalb von vier Jahren sollen diese auf 15 Prozent zurückgehen. Da alle eingeführten Paneele verzollt werden, betrifft dies auch die EU.

EU Prosun-Präsident Milan Nitzschke will ein bilaterales Abkommen für die europäischen Photovoltaik-Hersteller mit den USA. Er sieht die EU als Leidensgenossen mit den US-Kollegen und plädiert für eine Differenzierung zwischen Importen von Unternehmen, die dumpen, und jenen die es nicht tun. Dabei sollte es um „echte EU-Produkte gehen, die zu fairen und kostendeckenden Preisen auf dem US-Markt verkauft werden“, wird Nitzschke im pv magazin zitiert.

Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis Neue Energiewelt AG, kritisiert Nitzschke, der auch Sprecher der deutschen Solarworld AG ist, und meint, dass dieser „allen anderen Herstellern in der EU ein Bein stellen“ würde. Er beschreibt die von Nitzschke erwähnten „echten EU-Produkte“ als Module, bei denen auch die Zellen und das Glas aus der EU kämen. Und da es keine wirtschaftlich produzierten Polyzellen mehr in der EU gäbe, könnte man diese auch nicht exportieren. „Und Monozellen gibt es nur bei Solarworld für Solarworld“, bloggt er.

Die US-Tochter der deutschen Solarworld AG, die auch an der Initiative für Einfuhrzölle beteiligt war, könnte von den Zollmaßnahmen Trumps profitieren.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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