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Unito-Bilanz: Internethandel boomt – Print weiter rückläufig

25.04.2016

Die Unito Group will mit der Zeit gehen und investiert viel in die Entwicklung. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das österreichische seinen Umsatz auf 335,9 Millionen Euro steigern, dies entspricht einem Wachstum von 1,9 Prozent. Wachstumsmotor bleibt das Internet-Geschäft dessen Umsätze um 6,2 Prozent zulegten und nun 290 Millionen Euro betragen.

Harald Gutschi und Achim Güllmann wissen wie wichtig es ist, mit der Zeit zu gehen.

Die realisierte Umsatzrendite von rund vier Prozent unterstreicht das nachhaltige Wachstum der Gruppe. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir nach Jahren überdurchschnittlicher Wachstumsraten das zurückliegende Geschäftsjahr trotz Sondereffekte ebenfalls mit einem Umsatzplus abschließen konnten. Die positive Geschäftsentwicklung – insbesondere im E-Commerce – hat es uns ermöglicht, durch die zusätzliche Abschaffung der Versandkostenpauschale in wichtige Kundenvorteile zu investieren“, freut sich Mag. Harald Gutschi, Geschätfsführer der Unito-Gruppe.

Rückläufiges Printgeschäft

Mit einem Umsatzanteil von 64,9 Prozent stellt Österreich den wichtigsten Markt dar. Das stärkste Umsatzwachstum konnte die Marke Quelle in Deutschland realisieren. Darauf sind Geschäftsführer Harald Gutschi und Achim Güllmann besonders stolz. Die ehemalige Katalogmarke konnte, nachdem sie ins Internetgeschäft gebracht wurde, die 100 Millionen Euro Umsatzmarke knacken.  Im Gegensatz zum Onlinehandel ist der Betriebskanal Print rückläufig. Pro Jahr verliert das Kataloggeschäft in etwa 13 Prozent an Umsatz. Trotzdem steht die Unito-Group weiter zu Print und sehen darin eine Möglichkeit die Marke zu transportieren und die Kunden zu inspirieren.

Investiert wird in den Ausbau des Online-Geschäfts, von dem sich die Geschäftsführung noch einiges erwartet: „Trotz des bereits sehr hohen Niveaus unserer Online-Aktivitäten rechnen wir in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg unseres Online-Umsatzanteiles auf rund 95 Prozent“, so Guschi. Grundlage hierfür sieht er in einer IT-Umstellung welche dem Konsumenten ein schöneres Umfeld bieten und so als Kaufanreiz dienen soll.

Einkaufswagen der Zukunft

Vor allem Smartphones scheinen sich zum Einkaufswagen der Zukunft zu entwickeln. Sie dienen dem Preisvergleich, dem Einholen von Informationen und immer mehr auch als mobiles Medium zur Bestellung von Ware. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden bereits 186,1 Millionen Euro Nachfrage via mobile Endgeräte (Tablets und Smartphones) realisiert, was einem Anteil von 35,8 Prozent der Gesamtnachfrage entspricht. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 50 Prozent. Geschäftsführer Harald Gutschi wundert dies nicht: „ Mittlerweile verbringt ja jeder mehr Zeit mit seinem Smartphone, als mit jedem anderen Menschen.“ So wundert es auch nicht, dass seit 1. März mehr als die Hälfte aller Visits über mobile Endgeräte stattfanden.

Auch das Geschäft in Osteuropa stellt eine zusätzliche Wachstumschance des Unternehmens dar. Seit 1. März hat die Unito-Gruppe die Otto Central Europe GmbH in Budapest als Tochtergesellschaft übernommen.

Weichen für die Zukunft

Das von der Unito-Gruppe bereits 2013 definierte Langfrist-Umsatzziel von 550 Millionen Euro wurde bestätigt. Das Unternehmen peilt mit einer ambitionierten Zielsetzung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020/21 ein zusätzliches Umsatzwachstum von rund 215 Millionen Euro auf 550 Millionen Euro an. Für das bereits laufende Geschäftsjahr 2016/17 erwartet die Unito-Gruppe ein beschleunigtes Wachstumstempo und rechnet mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 10 Prozent.
Unterstützt soll das beschleunigte Umsatzwachstum durch innovative Organisationsstrukturen und einem Wandel der Unternehmenskultur werden. „Als größter heimische Online-Player wollen wir innovative Inseln formen, um Neues zu schaffen und traditionelle Unternehmenswerte mit der Kreativität und Technologiegetriebenheit eines Start-ups zu kombinieren. Der Wandel wird uns helfen weiter das Tempo zu steigern und die Wachstumsziele zu erreichen“, erklärt Gutschi. „Es ist nicht wichtig alles unter Kontrolle zu haben. Wer alles unter Kontrolle hat ist zu langsam. Die Zeit, die früher für Kontrolle verwendet wurde, könnte man in fortschrittliches Denken investieren“, so Güllmann. Wie wichtig es ist mit der Zeit zu gehen fasst Gutschi prägnant zusammen: „Wer einen Trend verschläft ist todkrank. Wer einen zweiten Trend verschläft ist tot!“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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