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Unerwarteter Geldregen: Multiband-Auktion spült 2,014 Mrd. Euro ins Staatssäckel

22.10.2013

526 Mio. Euro war die vorgegebene Mindestsumme, über zwei Milliarden sind’s schlussendlich geworden. Gestern beendete Telekomregulator RTR die Auktion für die Frequenzbereiche 800 MHz, 900 MHz und 1800 MHz. Zugegriffen haben die etablierten Platzhirschen Telekom Austria, T-Mobile und Drei. Ein neuer Mobilfunk-Player ist nicht in Sicht.

Versteigert wurden sechs Frequenzblöcke im 800-MHz-Band, sieben Frequenzblöcke im 900-MHz-Band und 15 Frequenzblöcke im 1800-MHz-Band. An der Multiband-Auktion beteiligten sich ausschließlich die drei bestehenden österreichischen Mobilfunkbetreiber A1 Telekom, T-Mobile und Hutchison. 28 Frequenzpakete à 2x5 MHz wurden an die Bieter – wie folgt – vergeben: A1 Telekom erwarb 14 Pakete um rund 1,030 Mrd. Euro, T-Mobile erwarb neun Pakete um rund 654 Mio. Euro und Hutchison ersteigerte fünf Pakete um rund 330 Mio. Euro.

 

Wesentliche Zielsetzung der Auktion ist die Sicherstellung einer effizienten Frequenznutzung. Dies wird durch die Neuordnung und Neuverteilung der GSM Frequenzen erreicht sowie durch die technologieneutrale Nutzung aller drei Bänder (GSM, UMTS, LTE). Ziel der Multiband-Auktion war es auch, den Ausbau von mobiler Breitbandversorgung in schlechter versorgten Gebieten zu forcieren. Aufgrund der günstigen Ausbreitungseigenschaften eignen sich Frequenzen im 800-MHz-Bereich („Digitale Dividende“) besonders gut zur Versorgung ländlicher Regionen. Die A1 Telekom hat das von der Regulierungsbehörde dafür gewidmete Frequenzpaket erworben.

 

Jeder Frequenzzuteilungsinhaber wird verpflichtet sein, mit dem ihm in diesem Verfahren zugeteilten Frequenzspektrum bis zu einem definierten Zeitpunkt jeweils eine bestimmte Mobilfunk-Versorgung mit Breitbandinternet sicherzustellen. Für das Frequenzband 800 MHz wurde zusätzlich bereits in den Auktionsregeln eine bestimmte Anzahl von zu versorgenden Gemeinden festgelegt, um den Breitbandausbau in unterversorgten ländlichen Gebieten zu forcieren. Im Falle der Nichterfüllung von Versorgungspflichten gelten Pönaleregelungen.

 

Übrigens: Die drei Mobilfunkbetreiber haben das im Versteigerungsverfahren ermittelte Frequenznutzungsentgelt innerhalb von vier Wochen nach Rechtskraft des Frequenzzuteilungsbescheides zu entrichten. Zahlungsempfänger ist die Republik Österreich.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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