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Und Gott sprach: Es werde Licht!

19.12.2018

Und es ward (neues) Licht im Stephansdom. Dank der Lichtdesigner von podpod stellt die moderne LED-Innenbeleuchtung nicht nur die Architektur in den Vordergrund, sondern bietet auch passende Szenen für liturgische Ereignisse.

Die bisherige Beleuchtung im Wiener Stephansdom war über die Jahrhunderte gewachsen. Zuletzt bestand sie aus 22 historischen Maria-Theresien-Lustern in drei Baugrößen, 75 Pendelleuchten, die in den 60er Jahren für eine bessere Allgemeinbeleuchtung montiert und mit LED-Retrofits bestückt wurden, sowie aus einer großen Zahl verschiedenster Einzelstrahler, die im Laufe der Zeit an den Säulen montiert wurden und Altäre und Figuren anstrahlen.

Zwei Jahre wurde geplant

Rund zwei Jahre plante podpod design die neue LED-Beleuchtung, die den Dom in seiner Gesamtheit betrachtet. Das Licht akzentuiert die architektonischen und künstlerischen Elemente und schafft gleichzeitig Rahmenbedingungen für die verschiedenen Ansprüche durch die Nutzung wie Messen oder Konzerte. Das Konzept sieht vor, sowohl die ursprünglichen, mittelalterlichen Lichtstimmungen als auch hellere Szenen mit erhöhten Sehanforderungen für ältere Menschen beim Gottesdienst zu schaffen.

Die Maria-Theresien-Luster bleiben (neu bestückt) erhalten, es wurden Strahlergruppen an den Säulen montiert und neue Penden aus den Deckenlöchern abgehängt. Aufgrund der denkmalpflegerisch äußerst delikaten Integration wurden von podpod design die Leuchten und Leuchtensysteme speziell für dieses Projekt entworfen und von österreichischen Firmen hergestellt.

Die neue Beleuchtung besteht aus fünf Arten von Lichtquellen, die statt der bisherigen Beleuchtungskörper eingebaut oder (bei den Lustern) in diese eingefügt werden. Die neue Beleuchtung erfolgt durch LED-Leuchtkörper, die unterschiedliche Farbtemperaturen und Lichtstärken haben:

  • Licht zum Sehen – Grundlicht
  • Licht für den Raum I – Deckenaufhellung
  • Licht für den Raum II – Säulenaufhellung
  • Objektlicht – Akzentuierung der Altäre und Figuren
  • Mystisches Licht – Kerzenlicht auf Lustern und Altären (LED-Kerzen-Lichtfarbe)

Das Grundlicht besteht aus richtbaren Strahlern mit warmweißen Licht in 12 Metern Höhe und ausgezeichneter Ausblendung, die so geschalten und gedimmt werden können, dass bei Messen die Textbücher problemlos gelesen werden können. Für die Deckenaufhellung wurden 64 von unten fast nicht sichtbare Strahler mit 2.700 Kelvin und nicht sichtbarem Lichtaustritt in die Säulen integriert. Die Akzentuierung der Säulen erfolgt durch 29 schlanke zylindrische Penden in 14 m Höhe mit integrierten richtbaren LED-Miniaturstrahlern mit 3° Ausstrahlungswinkel und einer Farbtemperatur von 2.700 K.

Die konkrete Lichtverteilung wird mittels holografischer Nanostrukturfolien modelliert. So bleiben die auf Figuren gerichteten Strahler relativ engstrahlend und weich gebündelt, jene für die Längsaufhellung der Säulen werden hingegen in der Vertikalen als schmales Lichtband auf über 60° ausgedehnt.

Altäre und Figuren im richtigen Licht

Für die Akzentuierung der Altäre und Figuren wurden in den Penden und den Säulen zusätzliche LED-Minispots mit 2.700 Kelvin und einem sehr engen Ausstrahlungswinkel von 3–6° integriert. Auch hier wird die Lichtverteilung mittels holografischer Nanostrukturfolien modelliert.

Im nächsten Schritt ist geplant, die Maria Theresien-Luster wieder zu ihrer ursprünglichen Form des Kerzenlichts rückzuführen. Die historischen Luster werden beibehalten, aber umgerüstet und mit neuen warmweißen LED-Kerzen (2.200 K) mit einer Anmutung von echten Wachskerzen mit schlankem, kerzenförmigen Schaft und einem patentierten lichtemittierenden Kopf in Größe einer echten Kerzenflamme bestückt.

In weiterer Folge sollen auch die einzelnen Altäre mit baugleichen freistehenden LED-Kerzen ausgestattet werden, um bei mystisch anmutenden Stimmungsbeleuchtungsszenen eine mehr spür- als sichtbare Raumtiefe quer durch den ganzen Dom zu erzeugen.

Unser Tipp: Klicken Sie sich durch unserer Bildergalerie, um die unterschiedlichsten Lichtstimmungen zu erleben!

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