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Überall ist nicht genug: Verkaufsfläche von Shopping Centern wächst in Österreich weiter

05.05.2011
EKZ

"Angesichts der bereits hohen Shopping Center-Dichte in diesem Land ist es bemerkenswert, dass die Verkaufsfläche weiter wächst." Zu diesem Resümee kommen die Experten von RegioPlan Consulting nach ihrer letzten EKZ-Analyse. Derzeit beträgt die Verkaufsfläche der 100 größten Center in Österreich rund 1,9 Millionen Quadratmeter. 2005 waren es 1,6 Millionen Quadratmeter. Pro Quadratmeter werden durchschnittlich 4.500 Euro im Jahr umgesetzt. Jedes fünfte EKZ schafft keine 3.500 Euro. Kosmetik alleine reicht eben nicht.

Der durchschnittliche Quadratmeterumsatz in den 100 größten Einkaufs-Centern in Österreich liegt bei jährlichen 4.500 Euro. 15 Objekte schaffen sogar über 5.500 Euro, 20 EKZ keine 3.500. "Sind Standort und Konzept nicht aufeinander abgestimmt, dann hilft weder eine aufwändige Kosmetik, noch ein besonders ökologisches Gebäude", sagt Hanna Bomba-Wilhelmi, GF von RegioPlan Consulting. Gut abgestimmt ist wohl der Europapark Salzburg sein. Dort wirft der Quadratmeter den fettesten Umsatz ab.

 

Wachstum

Verglichen mit den dynamischen Shopping Center-Märkten Europas, entstehen in Österreich nur mehr punktuell neue Handelsobjekte. Trotzdem wächst die Verkaufsfläche weiter. 2010 waren es 1,83 Millionen Quadratmeter, 2011 schon 1,9 Millionen. Und das, obwohl Österreich wahrlich nicht an einem EKZ-Mangel leidet. Zu den wichtigsten 2010er-Eröffnungen gehören das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck, die V’arena in Vöcklabruck, das Riverside in Wien oder die Lentia City in Linz. Außerdem wurden bestehende Objekte, wie das Donauzentrum, erweitert.

Aktuell laufen 30 Projekte mit rund 480.000 Quadratmetern. Wie viel wirklich realisiert wird, steht noch in den Sternen. Ein "Realisierungs-Problem" gibt's derzeit übrigens in Osteuropa.

 

Wenig leer, manchmal aber mehr als die Hälfte

Trotz der vielen EKZ liegt die Leerstandsrate bei den Top 100 nur bei drei Prozent. Letztes Jahr waren es noch sechs Prozent, was natürlich mit dem Cosmos-Crash zu tun hatte. Vereinzelt leiden die Center allerdings an Mieter-Flucht. Bei zehn Prozent steht ein Zehntel der Verkaufsfläche leer, bei wenigen davon ist sogar mehr als die Hälfte verwaist.  

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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