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Tiefrote Zahlen & Rekordverlust: Sharp zweifelt schon selbst am eigenen Fortbestand

02.11.2012

Die Krise des japanischen LCD-Pioniers spitzt sich dramatisch zu. Nachdem sich die bis Ende März (Geschäftsjahr) zu erwartenden Verluste auf 4,3 Mrd. Euro verdoppelten, zweifelt inzwischen sogar der Konzern selbst an seiner Überlebensfähigkeit. „Das stellt die Fortführung unseres Unternehmens erheblich in Frage“, heißt es etwa in der Börsenmitteilung.    

Zwar sei von vornherein klar gewesen, dass Sharp sein aktuelles Geschäftsjahr mit erheblichen Verlusten abschließen wird, allerdings sollten diese nur rund halb so hoch ausfallen, wie nun seitens des Unternehmens mitgeteilt. Nachdem man bereits im Vorjahr runde 376 Mrd. Yen verloren hat, dürften bis Ende März weitere 459 Mrd. Yen (ca. 4,3 Mrd. Euro) dazu kommen.

Sharp leidet, wie seine japanischen Mitbewerber Sony und Panasonic auch, unter der sinkenden TV-Nachfrage und dem starken Yen-Kurs. Hinzu kommt, dass man am boomenden Markt der Tablet- und Smartphone-Displays nicht so gut partizipieren kann, wie eigentlich erhofft. Die immer stärker werdende Konkurrenz aus Südkorea und China trägt das Ihrige dazu bei. Während sich allerdings bei Sony und Panasonic inzwischen Silberstreifen am Horizont abzeichnen, schaut’s für Sharp immer düsterer aus.

Auf dem einstigen Stolz der japanischen Elektroindustrie lasten nämlich auch hohe Schulden, die es zu bedienen gibt. Inzwischen musste man sogar schon eine Hypothek auf die Firmenzentrale aufgenommen, um etwas Druck vom Unternehmen zu nehmen. Zudem stocken die Verhandlungen über einen großflächigen Einstieg der chinesischen Hon Hai (Foxconn) aufgrund des extrem niedrigen Aktienkurses.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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