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Thomson verkauft seine europäischen AVA-Produktbereiche an die Oristano-Gruppe

20.10.2006

Nach dem Fernseher-Geschäft hat sich Thomson nun also auch von seiner restlichen UE-Sparte getrennt. Der Verkauf von AVA Europe entspricht der neuen Strategie, sich verstärkt als Anbieter von Technologien, Serviceleistungen und Zubehör für den Medien- und Unterhaltungsbereich zu positionieren. Die Handelspartner wurden in einem Schreiben über die neuen Eigentumsverhältnisse informiert, an bestehenden Verträgen, Marken und Teams ändert sich durch die Übernahme nichts.

AVA Europe bietet dem Handel ein breites Spektrum an Audio- und Videoprodukten (DVD-Recorder mit integrierter Festplatte, Home-Theatre-Systeme, MP3-Player), Zubehör (Anschlusskabel, Headphones, Fernbedienungen, Videosender) und GPS-Geräten.
Die Oristano-Gruppe ist wiederum bietet Industrialisierungslösungen und hoch spezialisierte Dienstleistungen in den Bereichen VoIP-Endgeräte und Konvergenzprodukte für Heimanwendungen.
Vom Erwerb der AVA-Sparteerwartet man sich nicht nur eine starke Position im Retail-Markt sondern auch die Realisierung einer kritischen Größe sowie den Aufbau einer europaweiten Präsenz. Ebenso möchte man die F&E-Ressourcen durch Integration der Forschungszentren von AVA Europe in Singapur und am Thomson-Standort in Villingen mit Schwerpunkt auf die Behandlung und Manipulation digitaler Videosignale stärken. Die Produkte von AVA Europe werden übrigens auch weiterhin unter den Handelsnamen Thomson und Skymaster vertrieben.
Sofern alle rechtlichen Auflagen erfüllt werden, dürfte die Übernahme am 1. Jänner 2007 abgeschlossen sein.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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