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"Die Konsumausgaben kurbeln die Wirtschaft an und das ist gut", so Thomas Schaufler

Steuerreform: Zusätzliches Geld wird vorwiegend ausgegeben

29.07.2016

Das zusätzliche Geld aus der Steuerreform wird überwiegend ausgegeben, es wird aber auch gespart, geht aus einer Integral-Umfrage im Auftrag der Erste Bank hervor. Einem Fünftel (21 Prozent) der Befragten fällt das zusätzliche Geld im Börsel aber gar nicht auf. 39 Prozent gaben an, dass sie das zusätzliche Geld ausgeben und 27 Prozent sparen es.

   "Die Konsumausgaben kurbeln die Wirtschaft an und das ist gut", so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank am Freitag in einer Pressemitteilung. "Aber wer kann, legt nach wie vor zusätzliches Geld zur Seite. Vor allem 14 bis 29-Jährige (49 Prozent) möchten die zusätzlichen Mittel für die Zukunft anlegen. Darin sieht Schaufler "eine gute Entwicklung, weil das Thema Vorsorge bei den Jungen oft hintan steht".

82 Prozent der Befragten wollen laut der aktuellen Spar- und Kreditprognose der Erste Bank in den kommenden zwölf Monaten Geld anlegen, etwas weniger als im zweiten Quartal 2015. Der durchschnittliche Sparbetrag liegt mit 5.700 Euro um 900 Euro bzw. 19 Prozent höher als vor einem Jahr. 37 Prozent der Befragten planen im Laufe des Jahres noch eine größere Anschaffung, die vor allem durch eigene Ersparnisse (84 Prozent) finanziert werden soll. Die durchschnittliche geplante Kreditsumme liegt aktuell bei 70.300 Euro und damit um 10 Prozent höher als im zweiten Quartal 2015.

Beliebteste Anlageform sind nach wie vor das Sparbuch und der Bausparvertrag, auch wenn sie an Attraktivität eingebüßt haben. Das Sparbuch war mit 58 Prozent (minus 5) auf Platz eins, gefolgt vom Bausparer mit 50 Prozent (minus 6). Auf Wertpapiere setzten 22 Prozent der Befragten, dabei wurden Aktien mit 12 Prozent (plus 4) beliebter. Jeder Fünfte gab an, Geld in ein Haus oder eine Wohnung anzulegen, das ist ein Plus von 4 Prozentpunkten. Die Veranlagung in Lebensversicherung (36 Prozent) und Pensionsvorsorge (33 Prozent) verzeichneten einen Rückgang um je 5 Prozentpunkte. Befragt wurden 1.000 Personen über 14 Jahre.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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