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Steigende Arbeitslosigkeit: Handel stark betroffen

02.05.2014

Von der zunehmenden Arbeitslosigkeit waren im April besonders die Baubranche (+16,8 Prozent), der Handel (+15,1 Prozent) und die Waren-Produktion (+10,7 Prozent) betroffen. Männer waren vom Jobverlust stärker betroffen (+13,4 Prozent) als Frauen (+11,6 Prozent).

Insgesamt waren Ende April 307.517 Personen arbeitslos gemeldet (+12,6 Prozent) sowie 82.772 Personen in Schulungen (+3,5 Prozent). Die Zahl der unselbstständig aktiv Beschäftigten stieg um 0,8 Prozent auf 3,387 Millionen (alle Werte im Vergleich zum April 2013), teilt das Sozialministerium mit.

 
Bundesländer

In der Betrachtung nach Bundesländern war der relativ größte Zuwachs in Oberösterreich (+18,3 Prozent) zu verzeichnen, gefolgt von Wien (+17,7 Prozent). In absoluten Zahlen war der Zuwachs der Arbeitslosen in Wien mit 14.847 Personen am größten. Den zahlen- und prozentmäßig geringsten Zuwachs gab es in Vorarlberg, wo um 224 Personen (2,2 Prozent) mehr arbeitslos waren als im Vorjahresmonat.

 

Bei den offenen Stellen gebe es "regionale Lichtblicke", erläutert das Sozialministerium: Deutlich mehr unbesetzte Arbeitsplätze wurden im Burgenland und in Niederösterreich gemeldet, auch in Wien ist mit 0,3 Prozent ein leichter Zuwachs zu verzeichnen. Da allerdings in den westlichen und südlichen Bundesländern der Stellenbestand rückläufig ist, ergibt sich bundesweit eine leichte Abnahme um 1,6 Prozent.


Lehrstellen

 

Die Zahl der offenen Lehrstellen sank deutlich um 9,7 Prozent. Demgegenüber stieg die Zahl der Lehrstellensuchenden um 4,3 Prozent. Den 4.448 Lehrstellensuchenden standen 3.039 offene Lehrstellen gegenüber. Lediglich in Tirol und in Vorarlberg haben die Unternehmen mehr offene Lehrstellen gemeldet. Zuwächse gibt es hier vor allem im Metall-Elektrobereich sowie zum Teil bei Bau- und Fremdenverkehrsberufen.

 

Die Arbeitslosenquote (nach nationaler Definition) stieg auf 8,1 Prozent, bei Älteren (ab 50 Jahren) kletterte sie sogar auf 9,0 Prozent. Nach Eurostat bleib die österreichische Arbeitslosenquote unverändert bei 4,9 Prozent. Im EU-Vergleich lag Österreich damit weiterhin am besten Rang aller 28 EU-Staaten. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit 5,1 Prozent vor Luxemburg mit 6,1 Prozent und Tschechien mit 6,7 Prozent. Die höchsten Arbeitslosenraten sind in Kroatien (17,6 Prozent), Spanien (25,6 Prozent) und Griechenland (27,5 Prozent) zu verzeichnen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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