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In den Silicon Austria Labs schließen sich die drei im Bereich der Mikroelektronik führenden Forschungsregionen Österreichs zusammen, um gemeinsam an die Weltspitze vorzudringen.

„Silicon Austria“: Österreich bekommt Forschungszentrum für Mikroelektronik

25.07.2017

Standorte auf Weltniveau in Graz, Villach und Linz: Das Infrastrukturministerium, die Bundesländer und die Industrie investieren 280 Millionen Euro.

Österreich bekommt ein Forschungszentrum für Mikroelektronik auf Weltniveau. Ziel ist, die heimischen Kompetenzen in der Mikroelektronik zu bündeln und Österreich international an die Spitze zu bringen.

Die drei Standorte von „Silicon Austria“ werden in Graz, Linz und Villach eingerichtet und haben unterschiedliche Schwerpunkte: Villach forscht an Sensorik und Sensorsystemen sowie Leistungselektronik und entwickelt so leistungsfähige Sensoren und energieeffiziente Mikrochips.

Linz arbeitet im Bereich Hochfrequenz daran, große Mengen an Daten sicher zu senden und zu empfangen.

Graz verbindet diese Themen mit dem Schwerpunkt System-Integration und untersucht das reibungslose Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten wie etwa Radarsensoren, GPS-Empfang und Internetverbindung in einem selbstfahrenden Auto.

Die Geschäftsführung ist in Graz angesiedelt. Silicon Austria nimmt noch heuer seine Arbeit auf und wird in den kommenden Jahren bis zu 500 neue Arbeitsplätze bringen.

Insgesamt 280 Millionen Euro stellen Infrastrukturministerium, die Bundesländer Steiermark, Kärnten und Oberösterreich sowie die österreichische Industrie für das Forschungszentrum zur Verfügung.

Der Bund steuert 70 Millionen Euro bei, die Länder gemeinsam die gleiche Summe. Die Industrie wird diesen Betrag mit 140 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Zusätzlich hat das Infrastrukturministerium flankierende Maßnahmen vorgesehen: Es finanziert Forschungsinfrastruktur, industrielle Testlabore in Wien, Linz und Graz, offene Werkstätten an Universitäten und Schulen und Elektronik-Leitprojekte in seinem Forschungsprogramm „IKT der Zukunft“.

Rund ein Zehntel der weltweiten Wirtschaftsleistung hängt direkt oder indirekt von Elektronikprodukten ab. In Österreichs Elektronikindustrie arbeiten mehr als 63.000 Menschen in über 180 Unternehmen und erwirtschaften einen Umsatz von rund 80 Milliarden Euro.

Bundeskanzler Christian Kern: „Silicon Austria ist auch ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Staat und Unternehmen.“

Infrastrukturminister Jörg Leichtfried: „Mit dem neuen Forschungszentrum Silicon Austria sorgen wir dafür, dass ‚Mikroelektronik Made in Austria‘ eine Weltmarke wird.“

Sabine Herlitschka, Vizepräsidentin des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI): „Mit Silicon Austria eröffnet sich für die österreichische Industrie ein Window of Opportunity, indem wir unsere Aktivitäten in einem international aufgestellten Spitzeninstitut konzentrieren.“

Die Kärntner Technologiereferentin und Landeshauptmannstellverteterin Gaby Schaunig: „Kärnten bringt mit dem Carinthian Tech Research CTR ein Forschungszentrum ein, das seit 20 Jahren in diesem Feld aktiv und erfolgreich ist.“

Oberösterreichs Forschungs- und Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl: „Oberösterreich kann mit der Johannes Kepler Universität Linz sowie international renommierten Unternehmen bzw. Weltmarktführern im Segment Jahrzehnte an Erfahrung in der Entwicklung von Systemen in der Hochfrequenztechnik vorweisen.“

Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin für Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung Steiermark: „Mit einer F&E-Quote von 4,87 Prozent des BIP ist die Steiermark mit Abstand das Forschungs- und Innovationsbundesland Nr. 1 in Österreich.“

Hier findet sich Silicon Austria im Videoporträt: https://youtu.be/JpI2h8MwcrM.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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