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Schlimmer als befürchtet: Sony stürzt weiter ab und weitet seine Verluste aus

05.05.2014

Mit einem Verlust von 130 Mrd. Yen (936 Mio. Euro) hat Sony das im März zu Ende gegangene Geschäftsjahr abgeschlossen. Die vorgelegten vorläufigen Ergebnisse revidieren damit die – ohnehin schon sehr hohe – Verlustschätzung vom Februar: vor zwei Monaten ist der UE-Primus noch von einem Fehlbetrag in Höhe von 110 Mrd. Yen ausgegangen.

Für Konzernchef Kazuo Hirai stellt das vorläufige Ergebnis eine herbe Enttäuschung dar, da dieser mit Kostensenkungen und Spartenverkäufen versucht hat, die japanische UE-Ikone wieder auf Kurs zu bringen. Diese Bemühungen erleiden nun einen Rückschlag. Mit der Folge, dass sich immer mehr Analysten die Frage stellen, wann Sony sein TV-Geschäft in die Auslage stellt. „Sie finden einfach nicht zum Wachstum zurück, und es wird schwer, sich davon zu erholen. Wenn sie ihre Fernsehgerätesparte nicht bald zum Verkauf anbieten, wird der Markt nicht glauben, dass Sony es ernst meint“, meint etwa Mitsushige Akino, leitender Fondsmanager bei Ichiyoshi Investment Management Co.

 

Noch deutlicher wird Portfoliomanager Yasuo Sakuma vom Vermögensverwalter Bayview Asset Management: „Dass sie ihre Schätzungen zu diesem Zeitpunkt senken, wirft die Frage auf, ob sie etwas zu verbergen versuchen oder ihnen die Sache entglitten ist."

  

Bereits reagiert hat Sony in Sachen Vaio. Bekanntlich wurde die PC-Sparte an die Beteiligungsgesellschaft Japan Industrial Partners Inc. veräußert. Gleichzeitig wurde damals (im Februar, Anm.) auch die Abspaltung des Fernsehgerätegeschäfts in eine eigene Gesellschaft in Aussicht gestellt. Der Verkauf der PC-Sparte sei übrigens auch der Grund gewesen, so die Konzernleitung, dass man Abschreibungen von über 211 Mio. Euro vornehmen musste. Viele Kunden hätten Vaio gemieden, nachdem Sony deren Verkauf angekündigt hatte.

 

Die endgültigen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie seine Prognose für das laufende Jahr will Sony am 14. Mai bekanntgeben.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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