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Roaming-Pläne der EU: Mobilfunker warnen vor höheren Inlandstarifen

17.09.2013

Als Reaktion auf die Pläne der EU die Roamingkosten weiter zu senken, warnen die Mobilfunker einmal mehr vor teureren Tarifen in Österreich. Denn sie lukrieren durch in Österreich telefonierende Touristen maßgebliche Roamingeinnahmen – und die würden dann weniger saftig ausfallen.

Das Forum Mobilkommunikation (FMK) sprach heute von einem "Bärendienst" an den Kunden, sollten die Roamingtarife sukzessive wegfallen. "Die Mobilfunkbetreiber lukrieren durch in Österreich telefonierende Touristen maßgebliche Roamingeinnahmen, die auch dazu beitragen, dass extrem günstige Privattarife angeboten werden können und gleichzeitig auch schwach besiedelte Gebiete - etwa in den alpinen Gegenden - über eine sehr gute Mobilfunkinfrastruktur verfügen. Mit dem Wegfall dieser Einnahmen kann es daher zu einer Verteuerung für österreichische Privatkunden - bei gleichzeitiger Stagnation der Qualität der Infrastruktur - kommen", warnt das FMK. Auch Arbeitsplätze seien gefährdet.

 

Zumindest in der Vergangenheit hat die Kostenreduktion aus Brüssel den Kunden nicht mehr gekostet, geht aus den Berichten der Telekom-Regulierungsbehörde RTR hervor. So heißt es im Jahresbericht 2012: "Durchschnittlich brachte ein Mobilfunkkunde seinem Betreiber pro Monat im vierten Quartal 2012 14,2 Euro Umsatz. Tendenziell sinkt dieser Wert im Zeitablauf leicht ab. Laut Halbjahresbilanz der Telekom Austria für die ersten sechs Monate 2013 ging der Umsatz pro Mobilfunkkunden um knapp 15 Prozent zurück."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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