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Regierungen torpedieren EU-Roaming-Regulierung

13.12.2006

Nachdem Reding bereits innerhalb der EU-Kommission heftiger Gegenwind ins Gesicht blies, wartet nun die nächste Sturmböe auf die Kommissarin. Großbritannien und Frankreich wehren sich jetzt nämlich heftig gegen die Pläne der EU-Kommission zur Senkung der Roaming-Gebühren.

Beide warnen vor einer vermeintlichen Einschränkung des Wettbewerbs zwischen den Mobilfunkern, berichtete die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times". Die Länder (in denen übrigens mit Vodafone und France Telecom zwei der größten Mobilfunkbetreiber Europas ansässig sind, Anm.) legten einen Gegenvorschlag vor, der inzwischen von weiteren Staaten unterstützt wird. Demnach will man den Netzbetreibern sechs Monate Zeit geben, selbst Gebührensenkungen auf einen noch zu vereinbarenden Durchschnittswert vorzunehmen. Erst wenn Unternehmen dem nicht nachkommen, soll die Regulierung erfolgen.

Die Pläne Redings würden damit deutlich verwässert. Sie wollte nämlich schnellstmöglich Preissenkungen um bis zu 70 Prozent durchsetzen. Den Mobilfunkern würden dadurch - laut diverser Schätzungen - Einnahmen in Höhe von rund 8,5 Milliarden Euro verloren gehen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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