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Recht oder Rache? Razzia bei Koç-Töchtern nach Protesten in Istanbul

29.07.2013

Die türkische Finanzbehörde nimmt Tochter-Unternehmen der Koç-Gruppe unter die Lupe. Es geht um angeblichen illegalen Energieträgerhandel. Eine Routine-Untersuchung, meint dazu der türkische Energieminister. Reine Schikane, meinen Regierungskritiker. Schließlich beteiligten sich Mitglieder der Gründer-Familie Koç an den Istanbuler Protesten.

Rache soll es sein, die der türkische Premier Tayyip Erdogan an Unternehmen übt, die die Proteste in Istanbul unterstützt hatten. Das vermuten zumindest Regierungskritiker. Erdogan sprach von einer „Zinsmafia“, die hinter den Gezi-Park Protesten steht. Mitglieder der Familie Koç unterstützten die Proteste.

 

Vor wenigen Tagen klingelte die türkische Finanzbehörde bei den Koç-Tochter-Unternehmen Aygaz, Tüpras und OPET. Den Unternehmen wird illegalen Energieträgerhandel und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Können tatsächlich Unregelmäßigkeiten nachgewiesen werden, droht neben hohen Geldstrafen auch der Entzug der Erdöl- und Erdgaslizenzen, wie die Deutschen Wirtschafts Nachrichten anhand türkischer Meldungen berichtet. Zwischen sechs Monaten und einem Jahr sollen die Untersuchungen nun dauern.

 

Die Vorwürfe, die Koç-Gruppe sei aus politischen Motiven ins Visier der Finanzbehörde geraten, weist der türkische Energieminister Taner Yildiz zurück. Es gehe um Routine-Untersuchungen. Einen Zusammenhang zu den Gezi-Park-Protesten gebe es nicht.

 

Die Koç Gruppe ist im Energie-Bereich, in der Automobil- und in Konsumgüter-Industrie sowie in Sachen Finanzdienstleistungen tätig. Sie zählt weltweit 85.000 Mitarbeiter. Zu dem Konzern gehört unter anderem der Hausgerätehersteller  Arçelik unter dessen Dach bekanntlich die Marken Elektrabregenz, Beko und Grundig wirtschaften.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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