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„Pessimismus ist in“: elftes RegioPlan Einkaufszentren-Symposium mit Besucherrekord

11.05.2009

Langfristige Ziele solle man auf jeden Fall im Auge behalten. Der entscheidend Punkt für Händler sei der Wohlfühlfaktor der Kunden.

7. Mai: 400 Teilnehmer bedeuten neuen Besucherrekord beim Einkaufszentren-Symposium von RegioPlan Consulting, das bereits zum elften Mal in Wien über den Bühne ging.

Der Blickpunkt der Veranstaltung galt heuer den Konsumenten. Shopping Center sind schließlich vom Konsum abhängig. "Pessimismus ist in", meinte Michael Oberweger, Leiter des Consultings bei RegioPlan, bei seinem Eröffnungsstatement.

Jedoch würden die aktuellen Entwicklungen langfristig zu Qualitätsverbesserung und Marktbereinigung führen. Bestehende und erfolgreiche Zentren würden gestärkt und schwache verdrängt. Wichtig sei, dass in Zukunft mehr Professionalität bei der Projektentwicklung Einzug hält, denn "langfristig werden nur jene Objekte bestehen, die am Bedarf orientiert gebaut werden."


Miete und Werbung

Durch die Währungsschwankungen würden sich die Kosten für die Händler, etwa für Mieten, die in Dollar oder Euro abgeschlossen wurden, deutlich erhöhen, sagte Oberweger. In Dollar oder Euro eingekaufte Ware habe bis zu 30 Prozent an Wert verloren. Zusätzlich würden die Konsumenten selektiver einkaufen. Stephan Wölfer von Triumph kennt eine Strategie, sich Kunden zu sichern: Er will vor allem die Erwartungen der Kunden erfüllt wissen. Dazu müsse man kulturelle, klimatische sowie auch körperliche Unterschiede bei der Wahl des Angebotes berücksichtigen. Ausschlaggebend sei aber der Wohlfühlfaktor und die Kompetenz des Verkaufspersonals. Das Erfolgsrezept sei laut Wölfer, "das richtige Produkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort" zu verkaufen.

Ganz schlecht gehe es ihnen nicht, verlautbarten die Teilnehmer der anschließenden Händler-Diskussionsrunde. So ist man sich einig, dass der Kunde weiterhin einkauft, nur würde er selektiver sein Geld ausgeben. Deutlich härter treffe es die Händler in weniger stabilen Ländern wie Rumänien und Bulgarien. Man könne zwar ein wenig langsamer expandieren, langfristige strategische Ziele würden jedoch nicht aufgegeben werden. So setzt zum Beispiel Triumph gerade auf gezielte Promotion.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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