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Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und des Mobilitätsclubs beim OGE-Pressegespräch zum Thema: Ist die Zukunft der Mobilität elektrisch?

OVE zur Zukunft der E-Mobilität

23.11.2016

In den letzten Jahren ist die Elektrifizierung des Individualverkehrs stetig vorangeschritten – neben dem boomenden Verkauf von Elektromobilen im Zweiradsektor steigt auch das Angebot bei E-Autos laufend.

Die diesjährige 54. Fachtagung der Österreichischen Gesellschaft für Energietechnik (OGE) im OVE, die am 24. und 25. November 2016 in Villach stattfindet, versammelt hochkarätige Vertreter aus Energiewirtschaft, Industrie, Wissenschaft und der Behörde.

Franz Hofbauer, Präsident des OVE und Prokurist der APG Austrian Power Grid, schickte in einem Pressegespräch voraus: „Die ambitionierten Klimaziele werden in Europa nur zu erreichen sein, wenn auch im Verkehrsbereich ein verstärkter Umstieg auf elektrische Energie vorangetrieben wird. Absolute Grundvoraussetzung dafür ist – neben der entsprechenden Technologie und der Ladeinfrastruktur – ein gut ausgebautes und leistungsfähiges Stromnetz.“

Der Netzentwicklungsplan (NEP) der APG sieht notwendige Netzinvestitionen von rund 2 Mrd. Euro in den kommenden zehn Jahren vor, um die nötige Leistungsfähigkeit zu ermöglichen.

Oliver Schmerold, Verbandsdirektor des ÖAMTC, ergänzte: „Die Zukunft der Mobilität wird zweifelsohne einen starken Anteil an elektrisch betriebenen Fahrzeugen bringen.“ Start-Stopp-Systeme, Mild-Hybride und die generelle Umstellung auf 48-Volt-Bordsysteme bringen den elektrischen Antrieb in die Automobilwelt. Die Flotten-Emissionsziele in Europa sind mit 95g/km CO2 für 2020 so ambitioniert, dass alle Hersteller ihr Portfolio dahingehend verändern. Eine hohe Priorität müsse sowohl auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur gelegt werden als auch auf eine Versorgung mit Wasserstoff-Tankstellen.

Wolfgang Hribernik, AIT Austrian Institute of Technology, schätzt, dass in Österreich bis zum Jahr 2020 geschätzte 200.000 E-Mobile angemeldet sein werden. Um die Netze für den steigenden Stromverbrauch bei gleichzeitig wachsender Anzahl dezentraler Versorgungsanlagen fit zu machen, müssen sie in Smart Grids verwandelt werden. Intelligente Stromnetze ermöglichen nämlich eine laufende Abstimmung zwischen Energieerzeugern, -verbrauchern und –speichern.

 Der Einsatz von Elektromobilität macht gerade dann viel Sinn, wenn der dafür verwendete Strom aus regenerativen Quellen gewonnen wird. „Speziell in Österreich sind die Voraussetzungen für diese Entwicklung optimal gegeben.

Franz Chalupecky, Vorstandsvorsitzender ABB AG: „Wir haben einen extrem hohen Anteil an erneuerbaren Energien. Diese zu nutzen und die Emissionen des Verkehrs durch die Elektromobilität zu senken, ist eine Ausgangssituation, um welche uns viele Länder beneiden.“

Michael Marketz von der Kelag sagte: „Die Kelag hat ein flächendeckendes und leistungsfähiges E-Tankstellen-Netz aufgebaut, mit dem derzeit an 75 Standorten 180 Ladepunkte für E-Autos betrieben werden.“ So wurde in Villach im vergangenen Jahr gemeinsam mit Tesla die größte E-Tankstelle Österreichs mit einer gleichzeitig verfügbaren Ladeleistung von 830 kW eröffnet. Parallel dazu wurde mit dem E-Tankstellen-Finder eine Online-Lösung für E-Autofahrer gestaltet, die mittlerweile mehr als 8.500 Ladestandorte in 14 europäischen Ländern ausweist.

Johannes Vavra, Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Energietechnik (OGE) im OVE, resümierte: „Die Fachtagung wird sich einer Vielzahl von Gesichtspunkten widmen und vor allem eine Reihe möglicher Antworten und Lösungsansätze für die Elektromobilität präsentieren.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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