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One-Chef Krammer will kleinere Zielgruppen ansprechen „Tausche Gießkanne gegen Kärcher“

19.10.2007

Die Umfirmierung von One in Orange ist jedenfalls bereits fix und soll in den nächsten zwölf bis 18 Monaten erfolgen. Voraussichtlich wird der Wechsel bereits im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Kolportierte Kosten: 15 Mio. Euro.

Davor werde es aber einen mehrere Monate dauernden Übergangsprozess (Co-Branding) geben. Details dazu, so Krammer, gebe es aber noch nicht, da man derzeit noch die unterschiedlichsten Varianten prüfe. "Ein Markenwechsel stellt kurzfristig immer ein Risiko dar. Dessen muss man sich bewusst sein", so der One-Chef. Er habe aber den Markenwechsel von max.mobil zu T-Mobile mitverfolgt und wolle die dort gemachten Fehler nicht wiederholen. "Ich will es besser machen und keine Kunden verlieren, sondern Kunden gewinnen", betont Krammer. Nicht von der Markenumstellung betroffen wird übrigens die Diskonttochter Yesss! sein.

Auch kleinere Zielgruppen ansprechen

Nicht verlieren möchte man bei One freilich auch Arbeitsplätze. Derzeit plane man aber, so Krammer, keinen Mitarbeiterabbau. Erst kürzlich haben nämlich Gerüchte die Runde gemacht, wonach aufgrund des relativ hohen Kaufpreises (1,4 Mrd. Euro) ein Jobabbau bevorstünde. "Im Moment gibt es keinen Bedarf, was Mitarbeiterabbau betrifft", meint dagegen Krammer. Eine Arbeitsplatzgarantie für die mehr als 900 One-Mitarbeiter könne er jedoch nicht abgeben.

Ziel Krammers ist es, die Unternehmens-Pofitabilität zu verbessern und im Umsatz stärker als der Markt zu wachsen. "Die generelle Preisführerschaft ist heute in dem Markt nicht mehr sinnvoll", so der Ex-tele.ring-Chef, da das Preisniveau gegenüber 2002 um 40 Prozent gefallen sei. Eine große Chance sieht er jedoch im mobilen Breitband, wo er ein Viertel aller österreichischen Neukunden gewinnen möchte.

Internet-Vertrieb wird forciert - Provisionen künftig von Region abhängig?

Apropos Neukunden: Im Vertrieb will Krammer zukünftig verstärkt auf das Internet und die Ansprache von kleineren Zielgruppen setzen. Damit ließen sich die Marketingkosten senken und die Mittel gleichzeitig auch weitaus effizienter einsetzen. "Wir tauschen die Gießkanne gegen den Kärcher."
Des Weiteren strebt Krammer in Sachen Verkaufsförderung eine regionale Differenzierung an. So könnte es sein, dass Händler je nach Region für Neukunden unterschiedliche Provisionen kassieren. Gleichzeitig wird eine Konzentration und Vereinfachung des Produktportfolios angestrebt, um "Klarheit und Einfachheit für den Kunden" zu schaffen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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