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Österreichisches Team gewinnt Solar Decathlon 2013

16.10.2013

Das von der TU Wien angeführte Team Austria - beteiligt waren mehrere Forschungsgruppen der TU Wien, das Austrian Institute of Technology (AIT), die Fachhochschulen Salzburg und St. Pölten - hat bei der Ökohaus-Weltmeisterschaft "Solar Decathlon" in Los Angeles (USA) mit dem Einfamilienhaus "LISI" den ersten Platz errungen.

Österreich war erstmals bei dem alle zwei Jahre vom US-Energieministerium veranstalteten bedeutendsten universitären Wettbewerb für nachhaltiges Bauen dabei und konnte sich gleich auf Anhieb gegen 19 Universitäts-Teams durchsetzen.

160 Teams haben sich für den Wettbewerb beworben, bei dem es darum geht, solarbetriebene Häuser zu entwerfen, zu bauen und zu betreiben, die kostengünstig, energieeffizient und attraktiv sind. Ausgewählt wurden 19 Teams aus den USA und Kanada, darunter renommierte Unis wie Stanford sowie aus Europa die TU Wien und ein Team aus Tschechien.

Die Teams mussten ihre Häuser innerhalb einer Woche aufbauen. Geprüft wurden diese nach zehn Kriterien, die von der architektonischen Qualität über die Haustechnik – z.B. Warmwasserbereitstellung, Kommunikation oder Home-Entertainment – bis hin zur Leistbarkeit und Energiebilanz. Ziel war, die beste Mischung zwischen Leistbarkeit, Attraktivität für den Verbraucher und exzellentem Design mit optimaler Energieproduktion und maximaler Effizienz.

 

Genau das hat das österreichische Haus geschafft: Das Einfamilien-Hauses LISI (Living Inspired by Sustainable Innovation) konnte vor allem in den Kriterien Energiebilanz, Heißwasserbereitung und Kommunikation punkten (jeweils 1. Platz) punkten, ebenso bei den Marktchancen (2. Platz) und beim "Engineering" (3. Platz). Die Österreicher verwiesen damit die University of Las Vegas Nevada und das Team aus Tschechien auf die Plätze.

 

Das Gebäude besteht fast vollständig aus Holz, selbst die Wärmedämmung erfolgt durch ein Holzfaser-Material. Auch der gesamte Innenbereich besteht großteils aus Holz. Das Haus erzeugt durch den Einsatz moderner Technik mehr Energie als es verbraucht. „Und das nicht nur in Kalifornien sondern auch in Österreich“, betont Karin Stieldorf vom Institut für Architektur und Entwerfen der TU Wien.

Dazu dienen nicht nur die gute Dämmung der Gebäudehülle sondern auch 100 m² PV-Module auf dem Dach, die die gesamte notwendige Energie erzeugen. Die Versorgung mit Kalt- und Warmwasser für die Raumheizung und Kühlung erfolgt über Luft-Wasser-Wärmepumpen.

LISI ist als Hofhaus ausgelegt, in dem Außen- und Innenraum verbunden werden können. Der Hauptraum ist gegen Norden und Süden durch ganzflächige Verglasung jeweils von einem Hof getrennt. Bei passendem Wetter kann diese Trennung aufgehoben werden. Privatsphäre soll eine Art Vorhang, der das Haus umgibt, gewährleisten. Die Netto-Nutzfläche liegt bei etwa 70 m², die bebaute Grundfläche inklusive Terrassen bei rund 200 m².

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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