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Österreicher gaben im Vorjahr 2,5 Milliarden Euro online aus: Amazon mit dem fettesten Umsatzstück

13.11.2013

Die Österreicher haben 2012 für den Online-Einkauf 2,5 Mrd. Euro ausgegeben, um 19 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch wenn das ein Zuwachs ist, von dem der klassische Handel nur träumen kann, ist es international nicht beeindruckend: In der Schweiz machten die Geschäfte online 4,3 Mrd. Euro Umsatz und der Abstand wächst: der Zuwachs bei den Eidgenossen belief sich auf 26,5 Prozent.

Der Online-Handel ist dynamisch, jung und stark konzentriert, zeigen Daten des Einzelhandelsinstituts EHI und des Statistikportals Statista: die zehn größten machen gemeinsam in Österreich 30,7 Prozent des gesamten Umsatzes, in der Schweiz sogar 35,2 Prozent aus. Allerdings nimmt die Konzentration leicht ab. In Österreich spielt auch der Sonderfaktor Amazon eine große Rolle: Das US-Onlinehändler macht 318 Mio. Euro Umsatz, 13 Prozent des gesamten Online-Handels und mehr als drei Mal so viel wie der zweitplatzierte Universal Versand (92,8 Mio. Euro). In der Schweiz liegt Amazon auf Rang 2, weit hinter der Schweizer Digitec und nur knapp vor Nestle Nespresso.

 

Insgesamt ist der Online-Handel in Österreich viel stärker von ausländischen Anbietern dominiert: Knapp die Hälfte der Shops sind außerhalb Österreichs beheimatet, in der Schweiz kommt nur etwa jedes sechste aus dem Ausland. Dafür sind die Schweizer Online-Geschäfte etwas mobiler: 38 Prozent haben eine für Smartphones optimierte Website oder App mit integrierter Shopfunktion, in Österreich sind es knapp 35 Prozent.

Multichannel das "Um und Auf" 

Für die nahe Zukunft ist aus Sicht von Patricia Mussi, Geschäftsführerin des Handelsverbands, "das Um und Auf" die Verknüpfung von klassischem Geschäft und Web-Auftritt, also physischer Filiale und digitalem Auftritt. 61 Prozent der heimischen Onliner haben auch ein physisches Geschäft, aber auch klassische Händler brauchen Online immer mehr: "Für viele Konsumenten gilt: Einen Händler, den es online nicht gibt, gibt es gar nicht", sagt Mussi.

 

Ebenso wichtig wie ein professioneller Online-Shop sei schließlich die mobile Präsenz. Denn diese erweitere die Möglichkeit einzukaufen um viele Stunden pro Tag, "sei es morgens in der U-Bahn, nachmittags in einem Meeting oder abends vor dem Fernseher". Mussi ist auch zuversichtlich, dass der Handel mit Lebensmitteln bald abhebt und einen größeren Anteil am Online-Umsatz erreicht.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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