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Nikon bringt mit den beiden spiegellosen Vollformatkameras drei Objektive. Über einen Adapter können andere Nikon-Objektive weiter genutzt werden.

Nikon und das neue Vollformat ohne Spiegel

28.08.2018

Nikon steigt in ein neues Segment ein und stellt mit der Z7 und der Z6 die ersten hauseigenen Vollformatkameras ohne Spiegel vor. Das Spiegelreflex-Segment will der Hersteller deshalb aber nicht vernachlässigen.

Die Z6 und die Z7 verfügen über ein neues Bajonett mit vergrößertem Durchmesser.

Es war eine durchmischte Veranstaltung im Herzen von Wien. Nikon trommelte technikaffine Fachjournalisten, Lifestylejournalisten und Blogger zusammen, um die ersten eigenen Vollformatkameras ohne Spiegel in Österreich vorzustellen. Die Z7 und ihre etwas kleinere Schwester, die Z6, sollen die Vorteile von DSLR-Kameras und spiegellosen Systemkameras verbinden.

Das Nikon-Z-System besteht derzeit aus zwei spiegellosen Kameras, die mit einem neuen Bajonett ausgestattet sind und sich im semiprofessionellen und professionellen Bereich positionieren. Die Nummerierung lässt Luft zur Spekulation, dass es in Zukunft womöglich auch Z-Modelle für andere Zielgruppen geben wird.

Andere mögliche Spekulationen wischt Nikons Produktspezialist Otto Gugler gleich vom Tisch: „Nikon wird den DSLR-Bereich nicht zugunsten der Systemkameras aufgeben.“ Nikon würde zudem darauf achten, dass sich die Bereiche nicht kannibalisieren.

Laut den präsentierten Zahlen haben, über alle Hersteller hinweggerechnet, die DSLR-Kameras umsatzmäßig noch die Nase vorne. Übers letzte Jahr gesehen, machten Spiegelreflexkameras rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes mit Wechselobjektiv-Kameras aus, 40 Prozent entfallen demnach auf Systemkameras. Doch diese Zahlen werden sich weiter verschieben, weiß Rok Gašparič, General Manager von Nikon CEE. Es gehe immer mehr in Richtung 50:50, "was nicht zuletzt auch mit dem Launch der Z7 und der Z6 zusammenhängen wird", wie er gegenüber Elektrojournal Online festhält. Das ändere aber nichts daran, dass DSLR-Kameras für Nikon enorm wichtig seien. So stellte Nikon kürzlich etwa das AF-S NIKKOR 500 mm 1:5,6E PF ED VR vor, ein Superteleobjektiv, das mit dem FX-Format digitaler Spiegelreflexkameras von Nikon kompatibel ist.

Das neue Z-Bajonett

Aber zurück zur eigentlichen Präsentation: die Z-Modelle sind also mit einem neuen Bajonett ausgestattet, und zwar mit einem, das sich durch einen vergrößerten Durchmesser von 55 Millimetern auszeichnet, für das es natürlich auch die passenden Objektive geben wird. Im ersten Schritt kommen mit den Kameras drei Nikkor-Z-Hochleistungsobjektive auf den Markt, das Standard-Zoomobjektiv Nikkor Z 24–70 mm 1:4 S, das Weitwinkel-Festbrennweitenobjektiv Nikkor Z 35 mm 1:1,8 S und das Standard-Festbrennweitenobjektiv Nikkor Z 50 mm 1:1,8 S. Weitere Objektive sind für 2019 und 2020 in der Pipeline. Besonders spannend ist das Nikkor Z 58 mm 1:0,95 S Noct. Bei diesem handelt es sich um ein Standard-Festbrennweitenobjektiv mit enorm hoher Lichtstärke und einer Brennweite von 58 mm für manuelle Fokussierung, das die Spitze der Serie S bilden wird. Es wird zudem das lichtstärkste Objektiv in der Nikon-Geschichte sein.

Über einen Adapter können bei den Z-Modellen jedoch auch Nikkor-Objektive mit F-Bajonettanschluss genutzt werden. So haben Fotografen von Anfang an sehr viele Optionen bei der Wahl des Objektivs.

Innere Werte

In der Brust der Z7 schlägt (wie bei der Z6) ein neuer CMOS-Vollformatbildsensor für das Nikon-FX-Format mit rückwärtiger Belichtung. An Bord sind zudem ein Autofokus mit Phasenerkennung in der Sensorebene und die neueste Bildverarbeitungs-Engine EXPEED 6. Sie bietet 45,7 Megapixel (effektiv) und unterstützt einen Standard-Empfindlichkeitsbereich von ISO 64 bis 25 600.

Die Z 6 ist eine universell einsetzbare Kamera im FX-Format mit einer effektiven Auflösung von 24,5 Megapixel, die mit ISO 100 bis 51 200 einen großen Bereich von ISO-Standardempfindlichkeiten abdeckt. Sie soll also mit Lichtstärke punkten und sich bei ihren hohen ISO-Empfindlichkeiten und 4K/UHD-Aufnahmen im Vollformat, für die alle Pixel ausgelesen werden, für unterschiedlichste Anforderungen eignen. Etwa für Aufnahmen bei schwachem Licht und Filmaufnahmen.

Das Magnesium-Gehäuse beider Kameras ist wie bei Nikon üblich vor Spritzwasser und Staub geschützt. In beiden Modellen werkt zudem ein Fünf-Achsen-Bildstabilisator.

Die Z7 kommt bereits Ende September in den Handel, die Z6 folgt Ende November. Im Kit mit dem Nikkor 24-70 mm-Objektiv und dem Bajonettadapter für die F-Objektive wird der UVP bei rund 4.450 Euro liegen. Das gleiche Kit mit der Z6 wird einen UVP von etwa 3.050 Euro bekommen.

Autor/in:
Alexander Zechmeister
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