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Nachlässigkeit bei Zahlungsausfällen macht für viele Online-Shops die Marge zunichte

12.10.2007

Immerhin fallen bei jedem zehnten Unternehmen mehr als drei Prozent der Umsätze aus, was bei den geringen Margen doch schmerzt. Insbesondere gilt dies für Zahlungen per Rechnung oder Lastschrift.

Das Forschungsinstitut ibi research (Uni Regensburg) und die Wirecard AG haben sich in einer Studie den "Risiken der Zahlungsabwicklung im Internet" gewidmet. Dr. Ernst Stahl, Research Director bei ibi research: "Die Häufigkeit von Zahlungsstörungen und -ausfällen nimmt zu. Dies kann vor allem für kleinere Händler schmerzhaft sein"

Um den Verlust einer ausgefallenen Forderung zu kompensieren, muss der Unternehmer bei einer Marge von fünf Prozent das Zwanzigfache der ausgefallenen Forderung an Neugeschäft gewinnen. Dennoch prüfen fast 80 Prozent der befragten Unternehmen bei einer Bestellung nicht einmal, ob offene Forderungen gegenüber dem Kunden bestehen bzw. ob in der Vergangenheit Zahlungsstörungen aufgetreten sind.

Vertrauen schmerzt, Kontrolle wäre besser

Bei Zahlungen per Rechnung oder Lastschrift treten häufig Zahlungsstörungen auf. Über 40 Prozent der Unternehmen geben an, dass mehr als drei Prozent der ausstehenden Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlt werden. Lückenhafte Kundendaten (keine Telefonnummer, kein Geburtsdatum zur eindeutigen Identifizierung) erschweren die nachträgliche Geltendmachung der Forderungen.
Bei Zahlung via Kreditkarte verzichten 44 Prozent der Unternehmen auf vorherige Prüfziffernkontrolle der Kreditkartennummer. Sperrlisten werden von nur 36 Prozent der Unternehmen abgefragt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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