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Möbelhändler nehmen vor Handelsgericht Platz

31.03.2016

Der Möbelhandel gilt als hartes Geschäft. Das zeigt sich auch an einem Streit zwischen dem XXX-Lutz-Eigentümer Andreas Seifert und der Kika-Leiner-Mutter, der südafrikanischen Steinhoff. Seifert zieht laut einem Vorausbericht des Magazins "Gewinn" nämlich gegen Steinhoff vor das Handelsgericht Wien. Der Streitwert liegt bei 400 Mio. Euro - allerdings nicht wegen der Konkurrenz in der Heimat.

Hintergrund für den Streit ist, dass XXX-Lutz-Eigentümer Andreas Seifert über seine deutsche OM Handels GmbH zu 50 Prozent am deutschen Möbeldiskonter Poco beteiligt ist - und die andere Hälfte Steinhoff gehört. Steinhoff mache Seifert seinen Anteil strittig, weil er seine "treuhändischen Pflichten" verletzt habe, heißt es im Magazinbericht. Der Streit um die Beteiligung geht jetzt vor Gericht.

Unstimmigkeiten gibt es schon länger. Der südafrikanische Einrichtungskonzern Steinhoff hätte gerne mehr Einfluss bei Poco, scheiterte bisher aber am Widerstand von Seifert. "Es gibt keine Überlegungen, sich von der Poco-Beteiligung zu trennen", sagte Seifert zuletzt im Dezember. Freiwillig werde er keine Anteile abgeben. "Es gibt auch keinen Anlass zu der Annahme, dass wir durch ein gerichtliches Verfahren herausgedrängt werden könnten."

Poco übernahm 2007 von XXX-Lutz 60 Märkte. Im Gegenzug hatte sich XXX-Lutz-Eigentümer Seifert eine Option auf 50 Prozent an Poco gesichert. Als sich Steinhoff dann den französischen Möbelriesen Conforama einverleibte, war Seifert mit einer Wandelanleihe bei der Finanzierung zur Stelle, die ihm Anteile an Conforama sichern sollte. Von alledem will Steinhoff jetzt nichts wissen, so "Gewinn".

Zudem hätte Steinhoff den deutschen Möbeldiskonter beim Börsengang in Frankfurt im Dezember 2015 nicht konsolidieren dürfen, gehören Seifert die 50 Prozent von Poco, schreibt das Magazin.

Poco macht mit seinen mehr als 100 Filialen in Deutschland einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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