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Mobilfunkmarkt Österreich: Preise unter Niveau von 2011

17.03.2016

Eine gemeinsame Untersuchung der RTR-GmbH und der Bundeswettbewerbsbehörde kam zu dem Ergebnis, dass die Preise 2013 und 2014 mit dem Zusammenschluss von Drei und Orange zwar kurzfristig gestiegen sind, aber seit 2015 wieder deutlich gefallen sind. Dank des intensiven Wettbewerbs befinden sich die Tarife heute rund 10 Prozent unter dem Niveau von 2011.

Eintritt von MVNOs im Jänner 2015 hat Trendumkehr eingeleitet

In den zwei Jahren nach dem Zusammenschluss kam es zu Preiserhöhungen. Dabei handelt es sich um den Zeitraum vor dem Markteintritt von virtuellen Netzbetreibern. Die BWB berechnete durchschnittliche Preiserhöhungen für Bestandskunden von 14-20 Prozent. Im Prepaid-Segment betrugen die Erhöhungen 20-30 Prozent. 2015 folgten Markteintritte und steigerten das Preisbewusstsein der Konsumenten unterstützt durch Maßnahmen, welche einen Wechsel zu einem günstigeren Anbieter erleichterten. Aufgrund des daraus resoltierenden Wettbewerbs fielen die Preise 2015 wieder.

Der Jahresbericht zum Telekom Monitor belegte ein schnelles Wachstum des mobilen Datenvolumen. „Beeindruckend ist auch die Entwicklung des [mobilen] Datenvolumens: Von 110.700 Terabyte stieg es 2014 um rund 50% auf 166.000 Terabyte. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar, im Gegenteil, mit der nun einsetzenden Verbreitung von LTE und der Vielzahl an datenbasierten Anwendungen auf mobilen Endgeräten ist zu erwarten, dass der Datenkonsum in Zukunft sogar noch stärker zunehmen wird “, heißt es im Telekom Monitor 2014 der RTR. Aus diesem Grund sind auch die Leistungen in den Paketen und auch deren Nutzung massiv angestiegen. Die Kunden erhalten daher immer mehr Leistung bei sinkenden Tarifen.

Aus Sicht des Fachverbandes Telekom/Rundfunk in der Wirtschaftskammer Österreich ist die Liberalisierung des Telekom Marktes ein positives Beispiel europäischer Regierungspolitik. Anstatt den Schwerpunkt auf die Fortführung des reinen Preiswettbewerbs zu setzen besteht der Zugang der Digitalen Strategie 2025 für Deutschland aus einer investitions- und innovationsfreundlichen Ausgestaltung des Rechtsrahmens und der Regulierungspraxis. Auf den Punkt gebracht wird es wie folgt: „Die der Regulierung zugrunde liegende Wettbewerbskonzeption muss stärker als bisher auf Investitionen, Innovation und Wachstum ausgerichtet werden. Unternehmen müssen Anreize erhalten, um Investitionsrisiken einzugehen.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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