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Für diesen Anlass darf die Fertigung auch einmal kurz ruhen: Werkleiter Uwe Brunkhorst (r.) freut sich mit den Beschäftigten aus der Montage über den ein millionsten produzierten Dampfgarer.

Miele und die Geschichte des Dampfgarens

25.10.2016

Im Miele-Werk in Bünde in Deutschland wurde jetzt der einmillionste Dampfgarer produziert. Mit dieser Zahl verbunden ist eine Erfolgsstory, denn noch vor 20 Jahren waren Haushaltsdampfgarer Exoten in der Küche. Ein Blick zurück in die Geschichtsbücher des Dampfgarens.

Die Methode des Dampfgarens ist schon viele tausend Jahre alt. Die Wurzeln liegen in China, erst langsam kam die Methode der schonenden Zubereitung nach Europa. Aber auch hierzulande bediente man sich schon seit Urzeiten der Methode des Dämpfens und stellte beispielsweise eine Schale Wasser in den Ofen, damit Brot saftig und locker wird und eine schöne Kruste bekommt. 

Der erste eigentliche Haushaltsdampfgarer kam 1983 auf den Markt. Bei der Frage „Wer hat´s erfunden?“ ist die Antwort eindeutig, denn 1983 brachte die Marke Imperial in Bünde den ersten Dampfgarer für den Hausgebrauch auf den Markt. Dieses Gerät arbeitete mit Druck und erforderte einen vergleichsweise hohen Installationsaufwand – ein Grund, warum der Durchbruch noch lange auf sich warten ließ. Das änderte sich erst, als Miele seinen damaligen Lieferanten Imperial übernahm. Innerhalb weniger Jahre wurde in Bünde der erste drucklose Dampfgarer entwickelt, der unter der Bezeichnung DG 163 1998 in den Handel kam. Das Miele-Gerät war mit einem Wassertank ausgestattet, konnte mit einem Schuko-Stecker angeschlossen werden und war so einfach in Küchen nachzurüsten. Auch hinsichtlich der Kochgewohnheiten brauchte es keine Umstellungen, denn bei diesem drucklosen Garer entsprachen die Garzeiten etwa denen beim Kochen im Topf.

Einen weiteren Schub erfuhr das Garen in Dampf durch ein wissenschaftliches Gutachten, erstellt an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und an der Universität Koblenz-Landau. Die Untersuchungen belegen, dass Garen im Miele-Dampfgarer dem traditionellen Kochen deutlich überlegen ist: Es gehen weniger Vitamine verloren und Geschmack, Sensorik sowie Aussehen der Speisen werden nach dem „Dampfbad“ deutlich besser bewertet. Entsprechenden Wiederhall fand die neue Zubereitungsart fortan auch in den Medien.

Ab 2001 baute Miele das Werk in Bünde, dort, wo kürzlich der ein millionste Dampfgarer vom Band lief, zum Kompetenzzentrum für Dampfgarer, Kochfelder und Wärmeschubladen aus, das heißt, die Entwicklung und die Produktion für diese Produktbereiche liegt in Bünde. In den Folgejahren machte Miele „Dampf“, mit einem Standgerät (2003), 2006 mit dem ersten Dampfgarer mit Backofenfunktion und 2009 mit einer neuen Montagehalle für die Dampfgarerfertigung.

Industrie 4.0

Das Miele-Programm umfasst inzwischen verschiedenste Geräte für unterschiedliche Ansprüche und jeden Platzbedarf. Vom einfachen Dampfgarer-Standmodell bis zu Dampfgarer-Kombis - wie Dampfgarer mit Mikrowellenfunktion oder Dampfgarer mit Backofenfunktion - finden sich die unterschiedlichsten Varianten im Miele Sortiment. Jüngste Produkte der „Familie“ sind die Dampfgarer mit Mikrowelle – Kombigeräte, die beide Zubereitungsarten ohne Kompromisse beherrschen und so Platzprobleme in der Küche lösen. Bei Hochwertigen Dampfgarern ist das Familienunternehmen eigenen Angaben zufolge Marktführer.

Hergestellt werden die Dampfgarer im Werk nach modernen Fertigungsmethoden, das Stichwort „Industrie 4.0“ ist den Beschäftigten dabei nicht fremd: Ein Mitarbeiter baut ein Gerät komplett auf, Unterstützung findet er dabei auf einem Tablet, das stationsweise die Montageschritte abbildet. Vorteile: Trotz steigender Variantenvielfalt sinkt die Fehlerquote bei der Montage, und die Beschäftigten sind schneller mit neuen Aufgaben vertraut. Moderne Kommunikationsmittel in Form von Apps auf Tablets stehen auch den Gruppenleitern für die Personalplanung zur Verfügung und erleichtern die Fehlerauffindung und -behebung an der Reparaturstation.

Knapp 100.000 verkaufte Dampfgarer in Österreich

Mit Beginn der Vermarktung des Standgeräts im Jahr 2003 machte Miele das Dampfgaren auch in Österreich zum Thema. „Knapp 100.000 Dampfgarer und Kombinationsgeräte hat Miele seitdem in Österreich verkauft“, sagt Elisabeth Leiter, Miele Marketingleiterin. Ein Trend, der nicht zu stoppen ist, vor allem bei ernährungsbewussten Menschen, die auf Genuss nicht verzichten wollen. „Der Grund für die wachsende Beliebtheit ist schnell erklärt: Die Zubereitung im Dampfgarer ist einfach, spart Zeit, unterstützt eine gesündere Zubereitung und vor allem eine schmackhaftere Ernährung.“

Autor:
Redaktion Elektrojournal
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