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Mehr Marktdurchdringung, weniger Umsatz: Österreich bleibt das billigste Mobilfunkland

11.04.2012

13 Millionen SIM-Karten sind in Österreich im Umlauf. Das entspricht einer Marktdurchdringung von über 150 Prozent. Gleichzeitig jagen die Kunden immer Volumen über den Daten-Highway. Der Umsatz der Mobildunker rasselt aber immer tiefer Richtung Keller. Österreich bleibt das billigste Mobilfunkland Europas.  

Hannes Ametsreiter drängt als FMK-Präsident bei der Jahrespressekonferenz auf die Vergabe der Digitalen Dividende II. 2011 ist das übertragene Datenvolumen um plus 75 Prozent  auf 43,54 Millionen Gigabyte angewachsen. "Smartphones generieren 50 mal mehr Datenverkehr als Handys und Laptops, 25 mal mehr als Smartphones. Wir rechnen damit, dass sich das Datenvolumen bis 2015 versiebenfachen wird", so Ametsreiter. Darum werde auch der LTE-Ausbau durch die Mobilfunker so stark vorangetrieben.

Die Digitale Dividende II ist der Frequenzbereich von 694 MHz bis 790 MHz. Die Digitale Dividende I (790 MHz bis 862 MHz) geht bereits an die Mobilfunker. Laut Plan wird sie im Herbst versteigert. Ob dieser Termin hält, ist ungewiss. Der 800 MHz-Bereich ist wird für den LTE-Ausbau im ländlichen Raum benötigt. Elektrojournal berichtete in der Ausgabe 3/2012.

Ametsreiter rechnet in Zukunft mit einer SIM-Karten-Durchdringung von 300 bis 400 Prozent. Dafür sollen unter anderem Machine-to-machine-Anwendungen, wie etwa für Verkehrsleitsysteme, Sicherheitssysteme und "Smart Homes" sorgen.


13 Millionen SIM-Karten und immer weniger Umsatz

Bereits heute beträgt die Marktdurchdringung satte 153 Prozent. Das sind 12,9 Millionen SIM-Karte in Österreich. Trotz dieses Booms sinken die Umsätze der Branche rapide. 2011 setzten A1, Hutchison 3G, Orange und T-Mobile setzten in Österreich 4,5 Milliarden Euro um. Das gesamte EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen) machte 1,4 Milliarden Euro aus. Damit sind die Umsätze gegenüber 2010  um 9,3 Prozent gesunken, das EBITDA um 4,8 Prozent.

Billig-Mobilfunk-Land Österreich

"Der Umsatz aller Mobilfunkbetreiber sinkt, obwohl sich die Qualität der Dienstleistungen kontinuierlich verbessert und die angebotenen Tarifpakete mehr Freieinheiten inkludieren als noch vor einem Jahr. Dies beweist auch der Telekomindex für Mobilfunk der RTR: Seit 2006 ist er nämlich um 55 Prozent gefallen. Mobilfunk ist damit die Inflationsbremse Österreichs", fasst Lothar Roitner, Vizepräsident des Forum Mobilkommunikation, die Situation zusammen.  „Diese Entwicklung", so Margit Kropik, die Neo-Geschäftsführerin des FMK, "wirkt sich auch auf den internationalen Vergleich aus. Der EU 15 OECD-Warenkorb beweist: Österreich ist das günstigste Mobilfunkland."

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anzahl der verbrauchten Gesprächsminuten mit einem Plus von 0,96 Prozent nur noch gering verändert. Österreichs Konsumenten telefonierten rund 22,2 Milliarden Minuten (gegenüber 2010: 22,0 Mrd.). Kropik dazu "Wir haben unsere Reiseflughöhe betreffend des Minutenvolumens erreicht. Die Anzahl der versendeten SMS entwickelt sich hingegen ungebrochen um fast 13 Prozent weiter: 2011 wurden 7,2 Milliarden SMS versendet."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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