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Marketagent.com: Österreicher wollen energiebewusst heizen

12.12.2016

Marketagent.com hat sich in einer aktuellen Studie dem Thema Heizen gewidmet und 500 Personen rund um ihre Heizgewohnheiten befragt. Ergebnis: Bei den Österreichern herrscht ein hohes Bewusstsein, was die Energieeffizienz von Heizsystemen betrifft.

Ein warmes Zuhause wird laut Marketagent.com für viele von uns immer mehr zum Luxus.

Laut einer Umfrage von Marketagent.com läuten 12,6% von uns die Heizsaison bereits im September ein – richtig wohl fühlen sich die Österreicherinnen während der kalten Wintermonate bei 23 Grad. Damit liegt ihre Wohlfühltemperatur höher als bei Männern, die das Thermostat am liebsten auf 22 Grad stellen. Das entspricht zugleich der durchschnittlichen Raumtemperatur im Wohnraum, im Schlafzimmer mögen wir es hingegen kühler und kuscheln uns am liebsten bei 19 Grad unter die Bettdecke.

Beim Thema Heizkosten, sprechen die Zahlen eine eher besorgniserregende Sprache: So berichtet mittlerweile knapp jeder Vierte von einer starken Belastung des Haushaltsbudgets durch das Heizen, was dazu führt, dass jeder Dritte bei der Regelung der Heiztemperatur die Kosten in den Vordergrund stellt. So sehen vier von zehn Österreichern in den Heizkosten eine finanzielle Belastung für Familien und rund ein Viertel zögert den ersten Tag, an dem geheizt wird, möglichst lange hinaus.

27,9% der Frauen sehen ein warmes Zuhause zusehends als Luxus an – eine Ansicht, die nur 18,5% der Männer teilen. Dennoch sind es vorwiegend die Österreicherinnen, die es als ein Sparen am falschen Ende empfinden, beim Heizen zu sehr auf’s Geld zu achten.

Eine positive Entwicklung ist bei der Einstellung zu Heizungssystemen zu beobachten. Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com: „Momentan stehen vor allem energieeffiziente und umwelt- sowie ressourcenschonende Systeme hoch im Kurs. So würde sich beim Kauf einer neuen Heizung jeder Fünfte für Erdwärme oder eine Solarheizung entscheiden.“

Aber auch Fernwärme bleibt für 19,4 Prozent eine beliebte Art zu heizen. Auch bei der Bewertung der günstigsten Anschaffungs- und laufenden Kosten stehen diese drei Heizsysteme an der Spitze, wobei die Solarheizung mit 29,6 % klar voran liegt, gefolgt von Erwärme mit 17,2 % und Fernwärme mit 14,2 %.

Dennoch wird auch hier der Ruf nach einer finanziellen Entlastung laut. Rund 6 von 10 wünschen sich, dass energieeffiziente und ökologisch nachhaltige Heizsysteme vom Staat subventioniert werden sollten.

Interessant gestaltet sich ein Blick in die Zukunft und die Frage, welche Heizsysteme es im Jahr 2050 nicht mehr geben wird. Für 57,4 % wird die Öl-Heizung von der Bildfläche verschwunden sein. Ähnlich steht es um Kohle-Heizsysteme, von denen sich 53,4 % nicht vorstellen können, dass sich diese Art zu heizen bis in das Jahr 2050 hält.

Vor allem Männer und die Generation 60 plus zeigen sich hier pessimistisch. Wenig überraschend hingegen wird der Solarheizung ein gutes Zeugnis ausgestellt. Mehr als 4 von 10 Befragten halten diese für das zukunftsträchtigste Heizsystem, rund halb so viele sind von Erdwärme überzeugt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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