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Marke gerettet, 120 Mitarbeiter müssen gehen: Die ersten Details des Loewe-Deals

17.01.2014

Gestern Abend verkündete der Loewe-Vorstand die Einigung mit einer Investorengruppe aus deutschen Familienunternehmern und ehemaligen Apple- und Bang & Olufsen-Managern, jetzt lieferte man die ersten Details nach. Demnach soll der Standort Kronach erhalten bleiben, 120 Mitarbeiter werden aber trotzdem abgebaut.

Loewe selbst wird künftig unter dem Firmennamen „Loewe GmbH“ firmieren, der Betriebsübergang soll zum 31. Januar 2014 erfolgen. Die Vereinbarung sieht ferner die Übernahme von zunächst ca. 270 Mitarbeitern inkl. aller Auszubildenden vor. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass der Investor zu einem späteren Zeitpunkt zusätzliche Teile der Produktion in Kronach übernimmt. Diese wird solange von der jetzigen Loewe Opta GmbH ohne personelle Einschnitte vollumfänglich fortgeführt.

 

Damit werden zunächst rund 80 Prozent der zurzeit noch ca. 550 Arbeitnehmer im Inland weiterbeschäftigt. Für die ca. 120 Arbeitnehmer, die nicht vom neuen Eigentümer übernommen werden können, konnte die Finanzierung einer Transfergesellschaft gesichert werden. Betroffene Mitarbeiter können zum 1. Februar 2014 in diese Gesellschaft wechseln und werden dort mit Qualifizierungsmaßnahmen bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützt.

 

„Dass es gelungen ist, Loewe als deutsche Marke zu erhalten, ist ein großer Erfolg“, betonte Alfred Hagebusch, Generalbevollmächtigter der Loewe AG. „Und auch wenn ich sehr bedaure, dass nicht alle Mitarbeiter von den Investoren übernommen werden können, so ist es angesichts der Umstände doch erfreulich, dass die meisten der Arbeitsplätze erhalten bleiben.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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