Direkt zum Inhalt

Klagst nix, wird’s nix: UPC erwirkt einstweilige Verfügung gegen Telekom Austria

15.11.2007

Das Handelsgericht Wien erließ eine einstweilige Verfügung, die es der TA untersagt, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs ihre Internetzugänge mit "Surfst nix, zahlst nix" oder in sinngleicher Weise anzukündigen und/oder zu bewerben, wenn dem Kunden in jedem Fall Kosten verrechnet werden.

Das Handelsgericht Wien hält in der Begründung des Beschlusses u.a. fest: Das Herausstellen der Aussage "Surfst nix, zahlst nix" erwecke den falschen Eindruck, für Perioden, in denen kein Internetzugang erfolge, werde überhaupt kein Entgelt verrechnet. Dass zusätzlich zum Mindestumsatz noch ein Grundentgelt für die Festnetz-Telefonie anfalle, sei der Werbeaussage nicht zu entnehmen, wodurch diese zur unvollständigen Angabe mit Irreführungseignung werde.

Bei genauer Betrachtung des Tarifes stelle man nämlich fest, heißt es in der UPC-Pressemeldung, dass auch bei Nichtnutzung Kosten anfallen: und zwar neben dem monatlichen Grundentgelt für den Telefonanschluss (POTS) von 15,98 Euro auch ein Mindestumsatz von zehn Euro pro Monat.

UPC-Chef Thomas Hintze zeigt sich über das Urteil naturgemäß erfreut: "Für mich ist das eine Irreführung, wenn man potenzielle Kunden über die tatsächlichen Kosten in Höhe von 25,98 Euro, die auch bei Nicht-Benutzung des Internet-Zugangs anfallen, im Unklaren lässt. Daher sind wir mit der einstweiligen Verfügung durch das Handelsgericht Wien gegen die Bewerbung von aonSpeed Easy durch die Telekom Austria äußerst zufrieden und werden auch alle weiteren Schritte unseres Mitbewerbs sorgfältig prüfen. Derzeit ist gegen die Telekom Austria auch eine zweite Klage bezüglich der Bewerbung des Produkts aon TV anhängig, deren Ergebnis wir schon mit Spannung entgegensehen."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Eric Tveter, CEO UPC: „Wir haben auch in diesem Quartal weiter in die Zufriedenheit der Kunden investiert und beispielsweise unsere Internetspeeds auf 300 Mbit/s erhöht.“
Aktuelles
09.08.2017

UPC weist im 2. Quartal 2017 erneut positive Zahlen aus.

Eric Tveter, CEO UPC: "Der Wachstumskurs vom vergangenen Jahr setzt sich im 1. Quartal 2017 fort, was mich sehr freut."
Branche
09.05.2017

UPC präsentiert sich im 1. Quartal 2017 mit einem Umsatzwachstum von 1,8 Prozent auf 86,9 Millionen Euro. Im Zeitraum wuchs die Anzahl der Festnetz- und Mobilfunk-Abonnementen um 15.000.

UPC stellt ab 21. Februar 2017 das analoge TV- und Radiosignal in Wien um.
Multimedia
19.01.2017

Nach regionsweise durchgeführter Umstellung in den Bundesländern hält das digitale Zeitalter ab Februar 2017 auch in Österreichs Bundeshauptstadt gebietsweise Einzug.

Dieter Poller, Vice President B2B Austria
Branche
31.10.2016

Dieter Poller verantwortet das B2B-Geschäft in Österreich und berichtet direkt an Marco Quinter.

CEO Eric Tveter
Multimedia
10.05.2016

Der Kabelnetzbetreiber UPC hat im ersten Quartal in Österreich mehr Umsatz gemacht. Die Kundenzahl ist gestiegen. Dabei gab es Zuwächse bei Breitband, Festnetztelefonie und Mobilfunk und einen ...

Werbung