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Keinen Stand mehr auf die Futura: Media-Saturn setzt auf die IFA

23.09.2014

Die Futura ist die Leitmesse des heimischen Elektrohandels. Trotzdem wollen Media Markt und Saturn Österreich nicht mehr an dem Branchenevent teilnehmen. Der Messe-Fokus liegt ab 2015 auf der IFA.

Sie waren ein absoluter Futura-Fixpunkt für manchen Industriepartner und Mitarbeiter, die berüchtigten Media-Saturn-Feste auf der sogenannten Steinterrasse. Mit wunderbarem Blick auf die Salzburger Innenstadt wurde angestoßen, getanzt und „genetzwerkt“. Doch womöglich ist nun Schluss damit. Media Markt und Saturn Österreich kündigten an, nicht mehr auf die Futura kommen zu wollen.

Seit 1. April ist Ditmar Krusenbaum Vorsitzender der Geschäftsführung von Media Markt und Saturn in Österreich. Offenbar geht sich für ihn die Kosten/Nutzen-Rechnung zur Futura nicht aus. Der Messe-Fokus wird ab 2015 auf Berlin, auf die IFA gelegt. Gegenüber Elektrojournal heißt es seitens der Geschäftsführung, dass die „IFA in der Branche und bei den Endkunden als führende Präsentationsveranstaltung für technische Innovationen bestens etabliert“ sei. „Als solches ist sie anerkannter Maßen die europäische Leitmesse für alle dort präsentierten Warenbereiche.“

„Schade, aber Zielgruppe ist der Fachhändler“

Die Zukunft der Futura hängt nicht an Media-Saturn. So sehen einige Aussteller in dem Rückzug aus Salzburg "gar kein Problem" für ihre künftigen Messeauftritte. Sie kämen vorwiegend, um die Kontakte mit den Elektrofachhändlern zu pflegen. Diese seien schließlich die Zielgruppe der Messe. Natürlich sei die Entscheidung, dass die Großfläche auf den jährlichen Branchenevent verzichten will, schade, heißt es aber ebenfalls. Vor allem an den ersten Tagen trage Media-Saturn durchaus zur Frequenz bei.

Ob die Futura 2015 tatsächlich gänzlich ohne Mitarbeiter von Media Markt und Saturn über die Bühne geht, ist aber sowieso fraglich. Jedem Mitarbeiter steht es natürlich frei, sich für einen privaten Besuch zu entscheiden. 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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