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Kein Investor für Niedermeyer! Totalschließung, 300 Jobs weg

29.05.2013

Nach über einem Monat tat sich heute, Mittwoch, wieder etwas in der Causa Niedermeyer. Der Gläubigerausschuss der insolventen Elektrohandelskette tagte und läutete das Ende ein. Die Kette wird in den nächsten Wochen komplett geschlossen. Die letzten 300 Jobs sind somit weg. 

Geschäftsführer Werner Weber wollte die Gläubiger über den Stand der Investorensuche informieren, bestätigte Christoph Vavrik vom Kreditschutzverband von 1870 der APA. Die Kette brauchte jemanden, der vier bis sechs Millionen Euro einbringt. Drei Investoren habe Niedermeyer an der Hand, hieß es noch vor wenigen Tagen. Besonders große Hoffnungen lagen auf Cyberport. Elektrojournal Online berichtete aktuell.

Kein Investor

Nun die große Ernüchterung: Kein Investor will bei Niedermeyer einsteigen. Die Totalschließung steht bevor. „Nach intensiven mehrwöchigen Verhandlungen sind gestern die letzten Gespräche mit potenziellen Partnern aus der Branche und der Finanzwelt erfolglos beendet worden. Damit bleibt uns als letzter Ausweg nur die geordnete Liquidation des Unternehmens“, sagt Insolvenzverwalter Georg Freimüller. Als Hauptgrund wurde das schwierige Marktumfeld bezeichnet.

Letzter Abverkauf 

In den kommenden Wochen werden die restlichen 45 Niedermeyer Filialen in ganz Österreich geschlossen. Noch muss auf die gerichtliche Genehmigung der Betriebsschließung gewartet werden.  „Bereits in den nächsten Tagen werden wir mit dem Abverkauf der Waren in allen Niedermeyer Filialen beginnen“, kündigt ab Geschäftsführer Werner Weber an.

Niedermeyer meldete am 2. April Insolvenz an, nicht einmal eine Woche später machten 53 Filialen zu. Dabei verloren fast 280 Beschäftigte ihren Job. Nun brechen auch noch die letzten 300 Jobs weg.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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