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Kampf dem Besucherschwund: Deutsche Messe AG verschleudert CeBIT-Tickets

14.03.2007

Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" wurden mindestens 50.000 Karten für weniger als einen Euro pro Stück an Aussteller verkauft. Zum Vergleich: An der Tageskasse kostet eine Karte 38 Euro, im Vorverkauf immerhin noch 33 Euro. Übrigens: Wer die CeBIT besuchen und dabei auch noch sparen will, sollte jetzt ruhig mal die Online-Auktionshäuser durchforsten.

Der Veranstalter hat Pakete mit jeweils 500 Karten zum Preis von 490 Euro an kleinere Aussteller verkauft - eine Karte kommt damit auf wohlfeile 98 Cent. Zudem wurden in Elektrofachgeschäften in Hannover, bei Karstadt und MediMax, CeBIT-Karten als Gratis-Zugabe zu Billigprodukten angeboten. Wer sich bei MediMax beispielsweise für eine 9,99 Euro-Speicherkarte entschied, erhielt das CeBIT-Ticket gleich gratis dazu.

"Das ist eine Sonderaktion für kleinere und mittlere Aussteller, die wir in diesem Jahr zum ersten Mal angeboten haben", bestätigte ein Messesprecher. Es habe schon bisher Rabatte gegeben, die sich nach der Größe der abgenommenen Kartenmenge gerichtet hätten, so hoch wie in diesem Jahr sei die Ersparnis für die Aussteller allerdings noch nie gewesen, räumte er ein.

Eine "gut dreistellige Zahl" an Ausstellern habe sich für das 500-Karten-Paket-Angebot entschieden, eine genaue Zahl wollte man nicht nennen. Dennoch ein kleines Rechenbeispiel: Angenommen, es hätten sich nur 300 Aussteller an der Sonderaktion beteiligt, hätte die Messe rund 150.000 Eintrittskarten um weniger als einen Euro abgesetzt. Angesichts der 400.000 erwarteten Besuchern wäre das immerhin mehr als jedes dritte CeBIT-Ticket.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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