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Internet-Shopping: Inländer bevorzugt, der niedrigste Preis zählt kaum

02.10.2006

Die europäischen Verbraucher trauen bei ihren Einkäufen im Internet ausländischen Anbietern weniger als inländischen, so eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage.

Im europäischen Vergleich erweisen sich dabei jedoch gerade die Österreicher als verhältnismäßig aufgeschlossen. Eine weitere Überraschung hält eine deutsche Studie zum Internetshopping bereit: Der niedrigste Preis ist nur für jeden Fünften das entscheidende Kriterium.

In den vergangenen zwölf Monaten haben 27% der EU-Bürger zumindest eine Online-Bestellung getätigt, allerdings nur 6% außerhalb ihres Wohnlandes eingekauft. Grund dafür ist laut Umfrage fehlendes Vertrauen in Händler in anderen EU-Ländern. Die Österreicher tätigen dabei zu 18% gemeinsam mit den Dänen (19%) am häufigsten grenzüberschreitende Internet-Einkäufe.
Laut EU-Kommissar Marko Kyprianou ist die Zurückhaltung zum Teil auf mangelnde Information über EU-weit gültige Verbraucherschutzbestimmungen zurückzuführen. 71% befürchteten etwa mehr Probleme bei Beschwerden, 65% das Verpassen von Rückgabefristen aufgrund größerer Distanzen; 68% waren der Meinung, bei Auslandseinkäufen leichter das Opfer von Betrügern zu werden.

Bei der Auswahl ihres E-Shop-Anbieters setzen deutsche Konsumenten laut Novomind-Studie auf Erfahrungen: Gut ein Drittel entscheidet sich für Plattformen, die in der praktischen Nutzung überzeugen. Das Preis-Leistungsverhältnis spielt für die Kaufentscheidung eine ebenso wichtige Rolle (gilt in hohem Maße für die Generation 50plus).
Die Überraschung: Der niedrigste Preis ist dagegen nicht einmal mehr für jeden Fünften das entscheidende Kriterium; für die 14- bis 20-Jährigen kommt das Kriterium überhaupt nicht in Betracht, insgesamt folgen nur 16% der E-Shopper dem Geizargument. Geizhals.at liegt mit dem kürzlich gestarteten All-Inclusive-Preisvergleich also ganz im Trend.
Für alle Kunden gleichermaßen von hoher Bedeutung: gute Lieferkonditionen und ein zuverlässiges Bezahlverfahren.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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