Direkt zum Inhalt
Die Aurix-Mikrocontroller TC3xx von Infineon für automatisierte und elektrifizierte Fahrzeuge der Zukunft.

Infineon: Aurix Mikrocontroller gegen Software-Hijacking bei E-Autos

24.10.2016

Die Aurix Mikrocontroller TC3xx von Infineon sind Schlüsselkomponenten für das automatisierte und elektrifizierte Fahrzeug der Zukunft. Auch und gerade Software-Hijacking soll damit vorgebeugt werden.

Ausgerichtet sind die neuen Aurix-Multicore-Mikrocontroller – die neue Aurix TC3xx-Familie von Infineon – auf den Einsatz im elektrifizierten und autonomen Fahrzeug.

Die Multicore-Architektur enthält bis zu sechs unabhängig voneinander arbeitende 32-Bit TriCore-Prozessorkerne. Zusammen mit den weiter verbesserten Funktionen für die Fahrzeugkommunikation, die Datensicherheit und die funktionale Sicherheit, so der Hersteller, eignen sich die TC3xx-Mikrocontroller für viele Fahrzeuganwendungen. Dazu gehören die Steuerung von Motoren, Getrieben und von Hybrid- und Elektroantrieben.

Besonders die Domänencontroller für Hybridantriebe werden von TC3xx-Mikrocontrollern profitieren, so Infineon, sowie das Batteriemanagement und DC /DC-Konverter. TC3xx-Mikrocontroller eignen sich für sicherheitskritische Anwendungen wie Airbags, Bremssysteme und Servolenkung, sowie radar- oder kamerabasierte Fahrerassistenzsysteme.

Ein verbessertes Hardware Security Modul (HSM) erschwert Hardware-Manipulationen, wie beispielsweise Motor-Tuning. Es integriert neue Funktionen zur Unterstützung asymmetrischer Verschlüsselungsmechanismen gemäß den Evita „high“-Anforderungen. Damit ermöglicht Aurix Software-Update-Over-Air und hilft, Software-Hijacking zu verhindern.

Die Aurix TC3xx-Familie wird skalierbar sein: Ihre Mikrocontroller bieten bis zu 16 MByte Embedded-Flashspeicher und mehr als 6 MByte integrierten RAM. Sie besitzen bis zu sechs TriCore-Prozessorkerne mit je 300 MHz Taktfrequenz. Zum Vergleich: heutige TC2xx-Mikrocontroller haben bis zu drei TriCore-Prozessorkerne. Vier der sechs TriCore-Kerne verfügen über einen zusätzlichen Lockstep-Kern. Das setzt neue Maßstäbe hinsichtlich der in einem Chip integrierten Rechenleistung, die für die Umsetzung des automobilen Sicherheitsstandards gemäß ISO 26262 genutzt werden kann: Bis zu 2.400 DMIPS Rechenleistung stehen zum Design von Systemen mit dem höchsten Sicherheits-Level ASIL-D zur Verfügung – im Vergleich zu 740 DMIPS bei TC2xx.

Hohe Rechenleistung und die Wiederverwendbarkeit existierender Safety-Konzepte ermöglichen es den Automobilsystemherstellern, so Infineon, bis zu 20 Prozent an Entwicklungszeit einzusparen und damit schneller am Markt zu sein. Außerdem lassen sich weitere Funktionen jetzt auf einem einzigen Mikrocontroller implementieren, wie zum Beispiel die Domänenkontrolle für Antriebsstrang und Fahrzeugdynamik.

Die Funktionalität der Aurix TC3xx-Familie kommt allen Radarsystemen zu Gute: von der Totwinkelerkennung bis hin zu neuesten Front- und Eck-Radarsystemen. Der TC3xx bietet eine Radar-Recheneinheit mit bis zu zwei Signal-Processing-Units. Diese haben eine Taktfrequenz von 300 MHz und ermöglichen damit die Berechnung von neuesten Radar-Algorithmen auf einem einzigen Chip. Über die digitale Hochgeschwindigkeits-Radarschnittstelle des Aurix kann man RF-Radarchips direkt anbinden.

Als Hostcontroller in Gateway- und Telematikanwendungen unterstützen die Aurix TC3xx die neuesten Kommunikationsschnittstellen. Dazu gehören eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, bis zu 12 CAN-FD-Kanäle gemäß ISO 11898-1 und bis zu 24 LIN-Kanäle. Eine zusätzliche eMMC-Schnittstelle für externes Flash-Interface ermöglicht die lokale Datenspeicherung für SOTA-Architekturen.

Die neuen AURIX TC3xx-Mikrocontroller sind kompatibel zur TC2xx-Vorgängergeneration. Entwicklungsmuster des 300-MHz-Leittyps, des TC39xx, wird es mit 16 MByte Embedded-Flash im BGA-292-Gehäuse geben und im BGA-516-Gehäuse.

Weitere Informationen sind verfügbar unter www.infineon.com/aurix

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung
Werbung