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Der Red Friday machte noch nie Probleme: Der Black Friday 2017 war es...

Im Aufwind: Media-Saturn kann Talfahrt stoppen – Managementwechsel belasten Ergebnis

10.02.2019

Nach einem katastrophalen Geschäftsjahr 2017/18 hat Ceconomy im wichtigen Weihnachtsgeschäft des Vorjahres auf den Wachstumspfad zurückgefunden. Im Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahrs (mit Ende September) verbesserte die Media-Saturn-Mutter den Umsatz um 1,7 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro.

Mit ein Grund dafür war auch, dass man den 2018er Black Friday nicht mehr einer sprichwörtlich heruntergelassenen Hose über sich ergehen hat lassen. 2017 war der Black Friday noch ein schwarzer Tag Media Markt und Saturn. Das Unternehmen patzte nicht nur an dem verkaufsstarken Tag, sondern verhagelte sich damit auch das folgende Weihnachtsgeschäft.

„Wir sind deutlich disziplinierter in den Black Friday gegangen und waren besser vorbereitet“, zieht Bernhard Düttmann, Interims-Finanzchef bei Ceconomy, Bilanz. Frühzeitige Verhandlungen mit Lieferanten und die zentrale Steuerung der Schnäppchen-Angebote haben sich laut Düttmanns bewährt. „Wir hatten am Black Friday einen Rekordumsatz und eine Million Orders im Onlinegeschäft“, sagte er. Neben Saugrobotern seien Fernseher, Mobilfunk und Unterhaltungselektronik gut gelaufen. Verantwortlich für den Umsatzanstieg war demnach vor allem das Onlinegeschäft, das um 28 Prozent anzog und 14,6 Prozent zum Gesamtumsatz beitrug.

Belastet wird die Ertragslage allerdings durch die tiefreifenden Reformen, die Ceconomy derzeit durchlebt. Die Abfindungen für 16 ausgeschiedene Führungskräfte beliefen sich auf insgesamt 34 Mio. Euro, wie der Interims-Finanzvorstand berichtet. In der Folge schrumpfte das operative Ergebnis (Ebit) um 19 Mio. auf 234 Mio. Euro.

Mehr Zentralisierung

An der eingeschlagenen Strategie will Düttmann die Schwierigkeiten allerdings nicht festmachen. Sie sei im Prinzip richtig gewesen, nur an der Ausführung hapert es. „Die Strategie ist in einigen Bereichen leider absolut verschleppt umgesetzt worden.“ Einige Ländergesellschaften wie Italien und Spanien hätten sich beweglich gezeigt, andere nicht. Spätestens zum nächsten Quartalsbericht am 21. Mai will man weitere Details zum Konzernumbau vorlegen. Zur Beschleunigung der Abläufe und der Optimierung der Lieferkette soll die Organisation stärker zentralisiert werden. Und auch die Sparmaßnahmen sollen schneller greifen, immerhin arbeite der Konzern mit viel zu hohen Kosten.

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