Direkt zum Inhalt
Eine Studie der KMU Forschung Austria zu den Auswirkungen von Ringsperren unterstreich die langjährige Forderung des Handelsverbands nach geeigneten Demozonen, ohne Grundrechte zu beschneiden.

HV: Demos in der Wiener Innenstadt kappen Umsatz

31.07.2017

Demonstrationen im Herzen Wiens verringern den Jahresumsatz im stationären Einzelhandel um 2,6 Prozent, so der Handelsverband.

Laut einer aktuellen Studie der KMU Forschung Austria kosten Ringsperren dem Handel im ersten Wiener Gemeindebezirk jährlich 35 Millionen Euro bzw. 120 Arbeitsplätze.

Dazu Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands: „Jährlich 37 zumindest partielle Ringsperren an verkaufsoffenen Tagen sind für den stationären Einzelhandel im Herzen Wiens einfach zu viel und nicht mehr planbar.“

Daher unterstützt der Handelsverband auch den Appell der WKO zur Einrichtung geeigneter Demozonen, etwa am Wiener Schwarzenbergplatz.

Will plädiert für ein „verhältnismäßiges Ausleben dieses Guts“, wie es in einer Pressemitteilung heißt, „damit Grundrechte nicht auf dem Rücken von wenigen, arbeitsplatzschaffenden Unternehmen zum einseitigen Nachteil angewandt werden.“

Will weiter: „Wichtig ist, dass wir gemeinsam eine Lösung finden, mit der alle Seiten – Händler, Politiker, Anrainer, NGOs – gut leben können. Das heißt aber dezidiert nicht, Demos an den Stadtrand oder auf die Donauinsel zu verbannen. Denn das Recht auf Versammlungsfreiheit ist von fundamentaler Relevanz.“

Wünschenswert wären aus Sicht des Handelsverbandes überdies eine Verlängerung der Demo-Anmeldefrist von 24 auf 72 Stunden sowie ein zentraler Ansprechpartner bei jeder Demonstration, damit sich Geschädigte auch unmittelbar an Verantwortliche wenden können.

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Neben zwölf anderen Ländern wurde Österreich als „Innovation Champion“ ausgezeichnet
Aktuelles
11.01.2018

Österreich schnitt in der Studie der CTA besonders in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Breitband-Infrastruktur, sowie Rahmenbedingungen für selbstfahrende Fahrzeuge gut ab.

Jährlich gelangen 560 Mio. chinesische Pakete im Cross-Border-Handel ohne Einfuhrumsatzsteuer nach Europa
Branche
08.01.2018

Asiatische Online-Händler vermeiden Zölle und Einfuhrumsatzsteuer durch Ausnutzung problematischer EU-Freigrenzen und Falschdeklarationen. Der Handelsverband sieht darin eine massive ...

Das Christkind könnte heuer nicht nur Geschenke, sondern auch einen Weihnachtsumsatz von mehr als 1,65 Milliarden Euro bringen
Handel
19.12.2017

Die drei Advent-Einkaufssamstage waren für den heimischen Handel mehr als positiv. Gegenüber dem Vorjahr gab es erfreuliche Steigerungen. Der Einzelhandel hofft daher für 2017 insgesamt auf einen ...

Österreichische Händler bestätigen ein starkes erstes Einkaufs-Wochenende 2017.
Aktuelles
06.12.2017

Handelsverband und WIFO prognostizieren Mehrumsatz von 1,3 Mrd. netto (+4 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Unter den zehn besten Online-Shops in Österreich finden sich vier Elektro-Händler
Thema
29.11.2017

Die Umsätze der Online-Shops in Österreich und der Schweiz haben im Vorjahr kräftig zugelegt, wie die neue Studie „„E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2017“ von EHI und Statista zeigt. Vor allem ...

Werbung