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Höherer Umsatz, höhere Aufwendungen: Premiere veröffentlicht Jahresabschluss 2008

17.02.2009

Alles in allem betrug der Gesamtumsatz 1.017,1 Mio. Euro. Gleichzeitig stiegen aber auch die Aufwendungen auf 998,1 Mio. Euro (2007: 853,6 Mio. Euro), bedingt etwa durch höhere Programmkosten und höhere Ausgaben für die Programmverbreitung.

Das Finanzergebnis betrug minus 59,5 Mio. Euro (2007: minus 39,5 Mio. Euro). Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich zum Ende des 4. Quartals 2008 auf 318,1 Mio. Euro (3. Quartal 2008 307 Mio. Euro). Zum Ende des 4. Quartals 2008 zählte Premiere 2,399 Millionen direkte Abonnenten (31. Dezember 2007: 2,534 Millionen), im Vergleich zum 3. Quartal 2008 (2,411 Millionen) ist dies ein Rückgang um rund 12.000 Kunden. Dem Gewinn von rund 21.000 monatlich zahlenden Abonnenten stand der Abgang von rund 33.000 Flex-Kunden gegenüber.

Premiere konnte während des 4. Quartals insgesamt 153.000 neue Abonnenten gewinnen, 25 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Aufgrund des Auslaufens des Flex-Angebotes betrug die Kündigungsquote im 4. Quartal 23,1 Prozent und war damit höher als im 3. Quartal (21,4 Prozent). Der ARPU im 4. Quartal 2008 betrug 23,86 Euro und lag damit geringfügig unter dem Wert des 3. Quartals 2008 (23,92 Euro).

Premiere-Chef Mark Williams: "2008 war ein sehr schwieriges Jahr, in dem wir einen großen finanziellen Verlust und eine Liquiditätskrise überstehen mussten, die unsere Existenz bedroht hatte. Die langfristige Finanzierungsstruktur, die wir im Dezember mit News Corp und unserem Banken-Konsortium vereinbart haben, war der Schlüssel für unser Überleben. Der nächste entscheidende Schritt ist jetzt die Zustimmung der Aktionäre zur Kapitalerhöhung auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 26. Februar und der Abschluss der Kapitalerhöhung in der ersten Jahreshälfte. In der ersten Hälfte dieses Jahres fokussieren wir uns ganz auf die Vorbereitung unseres Relaunchs, um in der zweiten Jahreshälfte einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen."

Neuer Name für Premiere?

Premiere erwartet, dass im Laufe des ersten Halbjahres 2009 die Abonnentenzahl stabil bleiben wird. Ein Wachstum wird erst ab dem 3. Quartal nach dem Relaunch und neuen Marketinginitiativen erwartet. Der Break-Even soll während des 4. Quartals 2010 erreicht werden, ab 2011 will man sowohl einen positiven Nettogewinn als auch einen positiven Cash-Flow auszuweisen.

Angeblich, so berichten außerdem gewöhnlich gut informierte Kreise, soll zum herbstlichen Relaunch auch der Name Premiere geändert werden. Was passen würde: Schon bisher hat News Corp all seine Beteiligungen mit SKY… gebrandet.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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