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Höchste Zeit die Risken zu minimieren statt im Blindflug zu agieren

14.04.2009

Die Insolvenzen sind im Steigen begriffen. Das zeigen die Zahlen der Creditreform Firmeninsolvenzstatistik für das 1. Quartal 2009, wie auch schon die Daten des AKV . Deshalb geht es jetzt darum, sich verstärkt mit dem Kreditrisikomanagement auseinanderzusetzen.

Von etwa 280.000 österreichischen Unternehmen, betreiben lediglich 30.000 professionelles Kreditrisikomanagement, um ihre Forderungen durch Bonitätsinformationen und ein straffes Mahn- und Inkassowesen vor Ausfällen zu schützen. "Forderungsausfälle hintanhalten und Liquidität schaffen, sind die Gebote der Stunde, um sicher durch die Krise zu kommen", sagt Rainer Kubicki, Geschäftsführer von Creditreform. "In einer konjunkturellen Schlechtwetterphase kann der unternehmerische Blindflug schnell zur eigenen Insolvenz führen."

Die Gesamtzahl der Insolvenzen stieg im ersten Quartal um 12,5 Prozent auf 1.651 Ferfahren an. Davon betroffen waren rund 8.000 Dienstnehmer. Insbesondere Salzburg (+28,1 Prozent, 114 Fälle) und der traditionelle österreichische Wirtschaftsmotor Oberösterreich (+26,6 Prozent, 224 Fälle) verzeichneten einen Rekordzuwachs bei den Insolvenzen. Auch die Steiermark, Kärnten und Tirol folgten diesem Trend. In Wien gab es mit 485 Verfahren die meisten Fälle, Prozentmäßig lag der Zuwachs bei 8,5 Prozent. Einzig im Burgenland gingen die Insolvenzen um 34,5 Prozent auf 38 Fälle zurück. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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