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Haas über Haas Elektro: „Verlust des Unternehmens von Herrn Pelz ist erheblich!“

24.10.2012

Dass Herbert Haas und Wolfgang Pelz einander spinnefeind sind, ist in der Branche kein Geheimnis. Haas fühlt sich nun offenbar von seinem ehemaligen Mitarbeiter provoziert und verbreitet dessen 2011er Bilanz per Aussendung. Die hat’s in sich: Neben einem beträchtlichen Verlust weist Haas Elektro Lieferanten-Verbindlichkeiten von 18 (!) Mio. Euro aus.

Für Wolfgang Pelz gab’s in der Vergangenheit unter anderem eine Verurteilung wegen unlauterer Aussagen. Auch Herbert Haas zeigte sich in diversen Interviews und Stellungnahmen nicht gerade zartbesaitet, wenn es um seinen ehemaligen Mitarbeiter und Weggefährten ging. Zwischendurch mögen die Anwälte Schweigen verordnet haben, der Konflikt schwelte dennoch unter der Oberfläche weiter. Um nach einer – nun, sagen wir: etwas einseitigen – Darstellung der eigenen Branchen-Vergangenheit durch Pelz umso heftiger wieder hervorzubrechen.

 

Von „UNWAHRHEITEN“ (in Großbuchstaben) schreibt Haas so in einer Aussendung, die gestern Abend an zahlreiche Akteure der Branche (darunter solche, die diese bereits verlassen haben) und der Medien wie etwa an den frisch designierten Krone-Chefredakteur Georg Wailand ging. „Sehen Sie sich einmal in Ruhe die Bilanz meiner Ex-Firma an“, meint er darin. „So erfolgreich sind Herr Pelz und sein Team aus Konsumenten-Sicht.“ Und weiter: „2010 war der VERLUST ebenfalls ERHEBLICH!“ Ironie des Schicksals, dass die „Ex-Firma“ weiterhin seinen Namen trägt.

 

Verlust ausgeweitet

 

Die Zahlen der Bilanz zum 31.12.2011 sind allerdings bedenklich: Nach Auflösung unversteuerter Rücklagen weist Haas Elektro einen Verlust von 1,562 Mio. Euro aus, ohne diese von 1,704 Mio. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanz nochmals verschlechtert: 2010 waren’s 834.000 Euro bzw. inklusive einer Zuweisung zu den unversteuerten Rücklagen 1,158 Mio. gewesen. Die Umsatz-Erlöse konnten nur in geringem Umfang von 72,714 auf 78,960 Mio. Euro gesteigert werden. Der Personal-Aufwand hingegen stieg im selben Zeitraum von 7,103 auf 9,773 Mio. Euro.

 

Nicht wie vorgestellt aufgegangen ist das Konzept der Haas-Multiplikation mit Standorten nahe der SCS und in der Plus-City nach Einschätzung von Branchen-Insidern. Durch die Eröffnung eines Saturn Gerasdorf hat Haas Elektro nun auch vor der Haustür des Stammhauses Konkurrenz bekommen. Eine gut gefüllte Kriegskasse könnte da nicht schaden. Tatsächlich hat das Unternehmen keinerlei Bank-Verbindlichkeiten, allerdings wurde das Guthaben des Vorjahres aufgezehrt. Das Risiko scheinen dafür vor allem die Geschäfts-Partner zu tragen: Der Posten „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ summiert sich auf stolze 18,460 Mio. Euro.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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