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„Geiz ist geil“ – schön langsam folgt die Impotenz!

25.05.2005

Der so viel diskutierte Saturn-Werbeslogan „Geiz ist geil“ ist, so stellte im April die Motivforscherin Helene Karmasin (Foto) fest ,„bei aller Absurdität griffig – aber viele Konsumenten denken anders!“
Jetzt legte Karmasin ein Schäuferl nach: Sie präsentierte eine Studie, wonach nur 30 Prozent aller Konsumenten bei ihren Einkäufen ausschließlich nach dem günstigsten Preis suchen. Der Umkehrschluss: Für 70 Prozent stehen das Kauferlebnis, die Qualität von Produkten und die Marken im Vordergrund!

ALLERDINGS: Karmasin bedauerte im selben Atemzug, dass der Handel so agiert, als wären 70 Prozent der Käufer ausschließlich auf der Suche nach dem tiefsten Preis!

Ähnlich argumentiert auch der Markenartikelverband im WirtschaftsBlatt: „Sowohl das Wort Geiz als auch das Wort geil sind negativ besetzt“, meint Thomas Oliva, Geschäftsführer des Verbandes. Er nannte auch ein praktisches Beispiel, nämlich Mercedes-Taxis. „Diese sind nicht billig, aber ihren Preis wert!“

Fazit: Der „Geiz ist geil“-Slogan ist in die Jahre gekommen, Impotenz macht sich breit...
Kein Wunder, dass sich Media-Saturn-Österreich-Chef Gerhard Sandler (Foto) – ebenfalls im WirtschaftsBlatt - auf den Schlips getreten fühlt: „Der Werbeslogan ist ein Synonym dafür, dass sich der Kunde das Beste leistet – und das zum besten Preis. Der Slogan bedeutet auch nicht, keine Markenartikel zu kaufen“, versucht Sandler, die Kurve zu kratzen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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