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Fujitsu bringt Laptops ohne Harddisk – mit saftigem Aufpreis

18.10.2006

Der japanische Computerhersteller gehört neben SSD-Entwickler Samsung zu den Pionieren auf dem Gebiet von magnetplattenfreien Notebooks. Das ganz große Geschäft wittert man jedoch noch nicht, weiß eine japanische Zeitung. Grund ist der noch sehr hohe Aufpreis.

Laut Samsung wurden die Flash-Speicher nun offiziell als vollständig kompatibel mit Microsoft Windows anerkannt. Eingehende Tests hätten belegt, dass die SSD alle Anforderungen an einen Datenträger in einer Windows-Umgebung erfüllen. Zudem konnte die Performance der Datenträger erneut deutlich gesteigert werden, meldete der koreanische Konzern in einer entsprechenden Aussendung.
Die Leserate liege nun bei 57 Megabyte pro Sekunde, beschrieben werden die SSDs mit 32 Megabyte pro Sekunde. Insgesamt wird ein Computersystem mit SSD gegenüber herkömmlichen Festplatten um das 50fache beschleunigt.

Zur Kassa, bitte: 1.335 US-Dollar Aufpreis

Die Subnotebooks von Fujitsu sind mit 16 oder mit 32 Gigabyte Speicherkapazität erhältlich, wofür rund 670 beziehungsweise 1.335 Dollar Extrakosten fällig werden. Die SSDs haben einen geringen Stromverbrauch und ermöglichen zusätzliche Arbeitszeit von einer halben Stunde pro Akku-Ladung. Die ersten Abnehmer will Fujitsu im Geschäftskundenbereich finden. Hier sieht der Hersteller Chancen, da die Kunden weniger preissensibel seien und den Komfort vorziehen würden.
Größter Vorteil der Flash-basierten Speicherelemente sind geringes Gewicht, sparsamer Umgang mit Energie und das Fehlen von mechanischen Teilen, die beschädigt werden könnten.
Der Markt für Endkonsumenten liege für die Japaner allerdings noch in weiterer Ferne. Die NAND-Preise müssten noch viel weiter fallen, bevor man diese Kundenschicht erreiche, heißt es bei Fujitsu

Bis 2008 sollen die SSDs "massentauglich" sein

Der gleichen Auffassung ist man auch bei Samsung: "Neben den ,Early Adopters' sprechen brandneue Technologien vorerst nur eingeschränkte Zielgruppen an. Vorwiegend wird es sich dabei um Personen handeln, die mit ihren Rechnern viel im Freien arbeiten. Hier werden die Vorteile Schockresistenz und längere Akkulaufzeit schlagend", meint Thomas Arenz, Sprecher von Samsung Semicondictor Europe.
Bis 2008 soll die SSD jedoch zur Standardkomponente in Notebooks werden. "Bis dahin werden die SSDs am Massenmarkt konkurrenzfähig sein", ergänzt Arenz-Kollegin Ariane Heim. (pte)

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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