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Flexible Preise bei Media-Saturn? Testphase angelaufen

23.06.2014

Media-Saturn überlegt, Amazon nachzueifern und die Preise mehrmals täglich zu verändern. So will der Elektronikhändler gezielt auf Angebot und Nachfrage reagieren können. Erste Tests laufen.

Media-Saturn will künftig mehrmals die Preise in den Märkten ändern. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. „Das testen wir gerade in Holland, wo wir flächendeckend elektronische Preisschilder eingeführt haben“, wird  Pieter Haas, Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding, zitiert: „Dort ändern wir die Preise permanent, passen sie den aktuellen Marktpreisen an.“

Media-Saturn will sich so der preislichen Vergleichbarkeit mit der Online-Konkurrenz stellen. „Das bedeutet, dass wir die Preise künftig noch öfter ändern müssen“, meint Haas. „Amazon macht das tausende Mal am Tag, die haben das zur Kunst erhoben, da sehen Sie manchmal in einer Stunde drei, vier verschiedene Preise. Vor Weihnachten können Sie an Kurven ablesen, wie der Preis für ein einzelnes Produkt in einer Woche 70- bis 80mal angepasst wird. Das ist der Markt, Angebot und Nachfrage.“

Kellerhals klagt

Haas war stellvertretender Vorsitzender und leitet seit dem Rücktritt von CEO Horst Norberg die Geschäftsführung von Media-Saturn. Das gefällt Minderheiteneigner Erich Kellerhals wiederum gar nicht. Er will Haas aus dem Amt klagen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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